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Thema: Kohleblockfilter  (Gelesen 23105 mal)

Offline Robert B

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Re:Kohleblockfilter
« Antwort #30 am: 19-03-2011, 14:14:49 »
Hallo annro,

Zunächst mal, ich spreche Leute lieber mit ihrem Namen an.

Natürlich sind im Trinkwasser organische Belastungen enthalten! PFT, FCKW, Pestizide, Medikamentenrückständee, Hormone usw. Bemüh mal Google, da findest du genug Infos.
Es gibt einige Gegenden wo die Diskushaltung ohne vorgeschaltete Aktivkohlefilterung überhaupt nicht funktioniert, z.B. im Einzugsgebiet der Ruhr.

Gruß,
Robert
 

Offline annro

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Re:Kohleblockfilter
« Antwort #31 am: 19-03-2011, 17:47:29 »
Hallo Robert
Ich will ja keinem zu nahe treten und wollte mich auch nicht einmischen......wollte auch alle und keinen einzelnen ansprechen. Ich denke nur das es von den Herstellerfirmen 
dieser so genanten Kohle-Blockfilter verarsche ist. Diese A-Kohle kann nur eine begrenzte Zeit aufnehmen und das ganz sicher nur in Organischer Form. Flur-Kohlenwaserstoff ganz sicher nicht (FCKW ist seit 1988 in Deutschland verboten ) verflüchtigt sich auch in der Luft ( Ozon- Schädigend ) Nitrat Im Kohle- Filter ? Sorry, aber das geht rein nach den Gesetzten der Natur nicht. Google mal nach dem Wolfatit-Komplex. Steht alles über Kat und Anionen drin ! Und bitte erzähl mir nichts über Kationen und Anionen, das ist mein Beruf und mein Hobby. Ich vermittle Berufsbedingt mein Wissen über Ionenaustauscher anderen Menschen und das schon seit sehr langer Zeit.
Bitte nicht sauer sein......ist eine rein objektive Ansicht....gar nichts persönliches!
l.g Rolf
 

Offline annro

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Re:Kohleblockfilter
« Antwort #32 am: 19-03-2011, 17:53:14 »
Hallo Robert
Sorry wegen dem Nitrat........ hatte gerade ein Diskusion deswegen mit meiner Frau......hatte es noch im Hinterkopf::::: :laugh:
l.g Rolf
 

Offline Jörg Gottwald

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Re:Kohleblockfilter
« Antwort #33 am: 19-03-2011, 18:00:41 »
Hallo Rolf
wer redet denn hier vom Nitrat und FCKW ?
mfg
jörg
 

Offline Robert B

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Re:Kohleblockfilter
« Antwort #34 am: 19-03-2011, 18:21:49 »
Hallo Rolf,

Organische Schadstoffe sind im Trinkwasser z.T. in diskusgefährdenden Konzentrationen vorhanden, das ist ein Fakt. Ebenso dass sie von Aktivkohle gebunden werden. Lt. meiner Kenntnis werden auch FCKWs von Aktivkohle gebunden, dazu gibt es auch mehrere Aussagen im Netz - aber selbst falls das nicht stimmen sollte so ändert das nichts an meiner Grundaussage.
Manche Diskuszüchter und -halter haben bzw. hatten mit unaufbereitetem Wasser massive Probleme (Dunkelfärbung, Schleimhautablösungen, Missbildung der Jungen), Nur durch Aktivkohleaufbereitung - i.d.R. über Kohleblockfilter - können sie ihr Hobby weiterbetreiben.

Was hast du immer mit den Kat- und Anionen? Ich weiß nicht wer das behauptet hat, ich bestimmt nicht. Im Gegensatz zu normaler loser Aktivkohle können allerdings Kohleblockfilter durchaus bestimmte Schwermetallkationen wie Kupfer und Blei binden.

http://www.sanuno.info/NFP_premium_Daten.pdf

Gruß,
Robert
« Letzte Änderung: 19-03-2011, 19:21:00 von Robert B »
 

OnkelJosch

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Re:Kohleblockfilter
« Antwort #35 am: 30-10-2012, 10:17:04 »
Hallo,
Ist zwar ein schon ein älterer Beitrag, wollte aber keinen neuen aufmachen und hierzu eine frage.
... Im Gegensatz zu normaler loser Aktivkohle können allerdings Kohleblockfilter durchaus bestimmte Schwermetallkationen wie Kupfer und Blei binden.
http://www.sanuno.info/NFP_premium_Daten.pdf
Muß der Carbonit-filter eine Porengröße von höchstens 0,45 μm haben oder ist sogar 0,35µm besser(ich könnte mir vorstellen zu kleine Porengröße ist auch nicht das gelbe vom Ei)?
Klar ist, bei „zu großer-Porengröße“ (was meist bei den Billig-produkten der Fall ist) wird z.B. Kupfer schlecht entfernt.

Gruß
 

Offline Jörg Gottwald

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Re: Kohleblockfilter
« Antwort #36 am: 30-10-2012, 10:43:42 »
Hallo Josch
ich denke das bei genügend langer Kontaktzeit auch ein 5µ Filter durchaus die Stoffe adsorbieren tut, wenn die Aktivkohle dafür geeignet ist. Die "Schlupflöcher" durch die das Wasser muss, sind aber je feiner der Filter kleiner, also wird man mit einem feinen Filter mehr erreichen. Vom 0,35 µ Filter rate ich allerdings ab, der ist ruckzuck zu und nur auf den ersten Blick günstig
mfg
jörg
 

OnkelJosch

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Re: Kohleblockfilter
« Antwort #37 am: 30-10-2012, 11:38:37 »
Hallo,
…ich denke das bei genügend langer Kontaktzeit auch ein 5µ Filter durchaus die Stoffe adsorbieren tut, wenn die Aktivkohle dafür geeignet ist.
Aus „Alten-tagen“ weiß ich, das ein 5µ Billig-Filter ungenügend Kupfer entfernt, da das Kupferion um ein Vielfaches kleiner ist als die 5µ-Porenweite(wie gesagt ein Billig-teil über Eignung weiß ich jetzt nicht zu urteilen). Überprüft wird das von mir immer im Leitungswasser (im „eingefahrenen“ Aquarienwasser ist gelöstes Kupfer manchmal schon innerhalb von Stunden nicht mehr nachweisbar.)mit einer selbst gemischten Kupfersulfat-Prüflösung(nach Krause), dazu habe ich extra eine Waage die 0,001g genau wiegt angeschafft(25€ bei 3-2-1).
…Vom 0,35 µ Filter rate ich allerdings ab, der ist ruckzuck zu und nur auf den ersten Blick günstig…
Das dachte ich mir in etwa auch, ich hatte mal einen von „Reiser“ mit 0,3 und war nicht zufrieden, (war dann wohl zu) seitdem nur noch NFP.
 (Ich meine ein z.B. NFP Premium 0,45 kostet ca. das Gleiche wie ein NFP Premium U9, ist aber auch egal?!)
Danke für deine Mühe
Gruß
 

Offline Jörg Gottwald

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Re: Kohleblockfilter
« Antwort #38 am: 30-10-2012, 11:47:20 »
Hallo Josch
noch einmal: das Kupfer von Aktivkohle adsorbiert wird, hat nichst mit der Filterwirkung zu tun, du hast das sogar bestätigt. Die von genannte zweite Carbonit Patrone hat soweit ich mich entsinne knapp 5 µ
mfg
jörg
 

OnkelJosch

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Re: Kohleblockfilter
« Antwort #39 am: 30-10-2012, 12:00:18 »
Hallo,
noch einmal: das Kupfer von Aktivkohle adsorbiert wird, hat nichst mit der Filterwirkung zu tun, 
das ist Klar, die Kohle adsorbiert und der Vorfilter filtert.
… genannte zweite Carbonit Patrone hat soweit ich mich entsinne knapp 5 µ …
 
nö, die NFP Premium U9 hat 0,35 µm.
Danke für deine Mühe
Gruß
p.p. irgendwo hab ich noch einen bericht von Gerhard Rahn, ich muß mal suchen wo…
Ich trag ihn dann nach.
EDIT:
habs gefunden und trage es jetzt nach:
Carbonit-Gerhard-Rahn
« Letzte Änderung: 30-10-2012, 13:36:27 von OnkelJosch »
 

Offline Jörg Gottwald

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Re: Kohleblockfilter
« Antwort #40 am: 30-10-2012, 12:36:19 »
Hallo Josch
ich weiss nicht ob man den U9 NFP nennen darf. Soweit mir bekannt , wird der einfach U9 genannt .
mfg
jörg
 

OnkelJosch

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Re: Kohleblockfilter
« Antwort #41 am: 30-10-2012, 12:47:13 »
Hallo Jörg,
ich weiss nicht ob man den U9 NFP nennen darf. Soweit mir bekannt , wird der einfach U9 genannt .
Weiß ich auch nicht, ist mir auch egal welcher Ersatzfilter
, ich kauf immer deine:
Carbonit NFP Premium
Gruß
 

Offline Diskus&Koi Heribert

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Re: Kohleblockfilter
« Antwort #42 am: 30-10-2012, 12:55:03 »
Hallo,

ich glaube Absorbieren ist eher der falsche Ausdruck.

In der Regel werden die Schadstoffe angelagert und je feiner so ein Kohle-Blockfilter ist, werden Partikel auch mechanisch zurückgehalten. Ach erhöht sich die Absorbierende Fläche, welche sich bei einer Verkeimung wiederum sich erheblich verringert. Die Durchflussgeschwindigkeit spielt dabei sicherlich auch ein wesentlicher Faktor, so das die Schadstoffe auch zu genüge erfasst / angedockt werden können und nicht vorbei geschleudert wird. Ein langsamer Dauerbetrieb ist daher auch wesentlich effektiver, da bei erneutem Start Schadstoffe wieder freigesetzt werden können. Ein mechanischer Vorfilter erhöht zudem enorm die Standzeit und ist ab hängig von der jeweiligen Wasserbelastung.

Interessant wäre sicherlich  zu wissen, wie viel Schwermetalle so ein K.-Blockfilter aufnehmen kann -z. b. Kupfer und wie viel Milligramm oder Gramm, dann könnte man eventuell eine ungefähre Standzeitrechnung aufstellen  - vorausgesetzt man kennt den Kupfer-Werte seines Leitungswassers.

Gerade bei neuen K-Leitungen kann der Kupferwert z. b. über Nacht ca.8/h von 0,3 mg/L auf über 4,7 mg/L ansteigen.

Das nur mal als Information, was mir so eben dazu einfiel und könnte eventuell so manche Probleme (dunkel stehen / Schreckhaftigkeit usw.) erklären.
Grüße Heribert

Ich wünsche viel Freude beim Vermehren der gewonnenen Einsichten! (Maybrit Illner)

Wer viel misst, misst viel Mist...
Nur wer viel Mist gemessen hat, lernt, wie er mit wenigen Messungen das Entscheidende misst.

Weil Menschen denken, dass Tiere nicht fühlen, müssen Tiere fühlen, dass Menschen nicht denken.
 

OnkelJosch

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Re: Kohleblockfilter
« Antwort #43 am: 30-10-2012, 13:32:41 »
ich glaube Absorbieren ist eher der falsche Ausdruck.
Wir meinen aber dasselbe Die chemische Adsorption (Chemisorption) ist eine Anlagerung von Stoffen auf die Oberfläche von Feststoffen
In der Regel werden die Schadstoffe angelagert und je feiner so ein Kohle-Blockfilter ist, werden Partikel auch mechanisch zurückgehalten.
Genau und je eher ist er dann „ZU“ deshalb der Vorfilter.

Auch erhöht sich die Absorbierende Fläche, welche sich bei einer Verkeimung wiederum erheblich verringert.
 
Mag sein, aber trotzdem ist er früher „ZU“.

Ein mechanischer Vorfilter erhöht zudem enorm die Standzeit und ist ab hängig von der jeweiligen Wasserbelastung.
 
Das sollte wohl jedem klar sein.


Interessant wäre sicherlich  zu wissen, wie viel Schwermetalle so ein K.-Blockfilter aufnehmen kann -z. b. Kupfer und wie viel Milligramm oder Gramm, dann könnte man eventuell eine ungefähre Standzeitrechnung aufstellen  - vorausgesetzt man kennt den Kupfer-Werte seines Leitungswassers.
Mag für „Neugierige“ vielleicht von Interesse sein wie viel Gramm, aber wer seine Leitungswasserwerte nicht kennt, der nimmt logischerweise auch keinen Filter… wozu auch …pro forma? Er kennt ja keine Werte und weiß somit gar nicht ob z.B. Kupfer überhaupt vorhanden ist.


Gerade bei neuen K-Leitungen kann der Kupferwert z. b. über Nacht ca.8/h von 0,3 mg/L auf über 4,7 mg/L ansteigen.
 
Das kann bei 30 Jahre alte Leitung immer noch so sein, es ist ein Irrglaube das sich mit der Zeit die Leitungen verbessern,(CU betreffend).
Gruß

« Letzte Änderung: 30-10-2012, 16:59:19 von OnkelJosch »
 

Offline Robert B

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Re: Kohleblockfilter
« Antwort #44 am: 30-10-2012, 15:51:50 »
Hallo zusammen,

der Ionendurchmesser von Kupfer ist ca. 100 pm = 0,0001 µm und damit um ein Vielfaches kleiner als die Porengröße aller Kohleblockpatronen.
Eine rein mechanische Filterung wird es daher wohl nicht geben. Dennoch denke ich dass eine 0,45 µ Patrone einen größeren Anteil herausholt, aufgrund der größeren inneren Oberfläche und des langsameren Durchflußes.

Gruß,
Robert