Hallo zusammen,
eine kleine Nachlese zum gestrigen, wunderschönen Tag in Herne.
Eines vorweg: Siggi ist es gelungen eine sehr ansprechende und großzügige Räumlichkeit aufzustöbern. Auch das Ganze "Drumherum" war wie gewohnt perfekt organisiert. Danke hierfür an Siggi und seine vielen ungenannten fleißigen Helfer!

Gerhard Rahn eröffnete die Vorträge mit einem Referat über verschiedene Methoden parafreie Tiere zu züchten. Dank des lockeren Rahmens mit diesmal "nur" 2 Vorträgen, blieb genügend Raum für Zwischenfragen.
Fortgesetzt wurde die Veranstaltund dann von Ernst(i) Schmidt (einem echten Vollblutaquarianer), der bis zur Mittagspause über die Zucht und Aufzucht von L46 sprach; nach der Mittagspause widmete er sich dem L236; auch hier gab es viele gute Tipps die teilweise konträr zu den bisher bekannten Fakten sind. Aber was wir zu sehen bekamen belegte Ernsti's Aussagen überdeutlich.
Besonders dankbar bin ich Ernsti für die sehr einfache Bestimmung der Geschlechter bei den Hypancistren (die sich so schon relativ jung identifizieren lassen) und seiner genial-einfachen / einfach-genialen Brutkastenkonstruktion: Er verwendet dazu Plexiglasrohrstücke mit 8,
12 oder 20 cm Durchmesser und 6 cm Höhe. Wichtig ist es, dickwandige Rohre mit ca. 3 mm Wandstärke zu verwenden.
Die Stücke beklebt er auf der Unterseite mit Siebdruckgaze mit 150 µ. Als Klebstoff dient Sekundenkleber, da weder Silikon noch Tangit so zuverlässig und dauerhaft kleben. Die Maschen der Gaze sind weit genug für einen Wasseraustausch, aber eng genug, um das Futter zurückzuhalten.
Als Schwimmhilfe dient ein passgenau ausgeschnittenes 2 cm starkes Stück Styrodur, dass man je nach gezüchteter Welsart auch tiefer ziehen kann, um den Wasserstand zu senken.
Er setzt immer eine Turmdeckelschnecke mit ein und belüftet mit einem Sprudelstein.
Viele seiner Tipps bekamen wir schon im letzten Jahr durch Oswald Hanke und Klaus Hilpert vermittelt, so dass ich mich hier nicht unnötig wiederholen möchte. Auch sein Vortrag bot genügend Gelegenheiten zu Zwischenfragen.
Und natürlich gab es in den Pausen vor, während und nach dem Vorträgen reichlich Gelegenheit zum Plausch mit den vielen netten Diskusfreunden!
Kurzum: Ein gelungener Tag!
