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Thema: Zierfischfang = Naturschutz  (Gelesen 17929 mal)

Offline Armin C.

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Re: Zierfischfang = Naturschutz
« Antwort #30 am: 06-06-2015, 12:28:30 »
Hallo Zusammen,

der Diskus gehört zu den Sediment-Fressern

sein natürlicher Zustand ist "HUNGER"

NZ kennen diesen Zustand nicht mehr und können den Jungfischen auch nicht mehr ein natürliches Verhalten vorleben ...

... Folge mMn. sind langweilige Fische

WF werden bei entsprechend eingerichteten Aquarien und Fütterungs-Gegebenheiten ein natürliches Verhalten im Aquarium nicht ablegen

und noch wichtiger den Jungfischen auch vorleben ...

würde das durch den Aquarianer über mehrere Generationen forciert, wird man auch NZ Fx mit natürlichem Verhalten haben und kann evtl. iwann mal auf WF verzichten ...

 :fish01:

die Aquarium-Praxis läuft seit mehren Jahrzehnten leider genau in die gegensätzliche Richtung, nicht nur beim Diskus!  :undecided:
_____________________________________________________________________________________________


vielleicht gibt's irgendwann auch mal täuschen echt aussehende "Silikon-Diskus" die werden dann auch nicht mehr krank!

und iwann kann man den Fischen dann vielleicht sogar computerbasierendes Verhalten über'n PC programmieren ...

lol ...  :cheeky:  "Tamagotchi-Diskus"

brauchen wir dann auch keine WF mehr ... und auch kein Amazonien!  :bad:
« Letzte Änderung: 06-06-2015, 12:53:06 von Armin T. »
... Gruß Armin

je mehr man weiß, desto mehr weiß man, was man nicht weiß!
 

Offline Robert B

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Re: Zierfischfang = Naturschutz
« Antwort #31 am: 06-06-2015, 13:19:37 »
Hallo zusammen,

da ich selber naturnahe Diskus, sowohl vom Aussehen als auch vom Verhalten her, haben möchte, denke ich, dass man für diesen Anspruch zur Zeit nicht umhin kommt weiterhin Wildfängen zu importieren.

Denn die überwiegende Menge der Nachzuchtdiskus wurde wild durcheinander gekreuzt und um daraus wieder WF-nahe zurück zu bekommen wäre ein mühsames Rückkreuzprogamm notwendig. Ich bezweifle, dass das umsetzbar ist.
Ebenso bezweifle ich auch, dass sich eine genügend breite Masse an Züchtern findet, die mit WF Importen gezielt züchtet, Zuchtbücher führt und untereinander Zuchtlinien austauscht. Das wäre die Voraussetzung um WF-Importe in Zukunft überflüssig zu machen.

Von daher denke ich es wird sich weiterhin nichts ändern und es werden nach wie vor WF importiert werden (müssen). Ich finde das aber wie gesagt auch nicht weiter schlimm.

@Armin und Rich,
um herauszubekommen woran das langweilige Verhalten liegt, müsste man doch einfach nur die parafreien Nachkommen langweiliger Nachzuchten wie von Armin beschrieben "Hungern" lassen. Wenn sie dann WF ähnliches Verhalten zeigen liegt es nicht an den Genen (und auch nicht an der Parafreiheit), sondern wirklich nur an der AQ-Haltung die sie nicht genügend fordert sich anzustrengen. Ich denke dass es genau so ist - zumindest wenn die Diskus noch nicht zu weit von ihren wilden Vorfahren entfernt sind.

Gruß,
Robert

 

Offline Armin C.

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Re: Zierfischfang = Naturschutz
« Antwort #32 am: 06-06-2015, 13:36:36 »
Hallo Robert,

um herauszubekommen woran das langweilige Verhalten liegt, müsste man doch einfach nur die parafreien Nachkommen langweiliger Nachzuchten wie von Armin beschrieben "Hungern" lassen. Wenn sie dann WF ähnliches Verhalten zeigen liegt es nicht an den Genen (und auch nicht an der Parafreiheit), sondern wirklich nur an der AQ-Haltung die sie nicht genügend fordert sich anzustrengen.

ich habe das etwas überspitzt formuliert, aber mit Absicht!

Mich würde einfach freuen, wenn die Verantwortung für das "natürliche Verhalten" nicht vom Züchter auf den "Endverbraucher" übertragen wird ...

... nach dem Motto, der Züchter könne ja weiterhin unnatürlich aufziehen, da die Verantwortung für ein natürliches Verhalten beim Halter liegt und nicht beim Züchter!

Der "semi-Profi" sollte mMn. schon den Grundstein legen ...

dann wäre der Begriff "Hobby-Züchter" auch gerechtfertigt ... und der Endverbrauche kann sich überlegen, ob er die Tiere bei einem Massenvermehrer oder beim Hobbyzüchter kauft!
... Gruß Armin

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Offline Robert B

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Re: Zierfischfang = Naturschutz
« Antwort #33 am: 06-06-2015, 13:58:13 »
Hallo Armin,

ich kenne keinen Hobby Züchter der das auch nur in Ansätzen so betreibt. Das Ziel der meisten Hobbyzüchter ist dasselbe wie das der Profizüchter, nämlich die Fische in kurzer Zeit auf Verkaufsgröße zu bekommen und dabei den Aufwand (Arbeitzeit und Kosten) in Grenzen zu halten. Das ist auch nicht verwerflich, denn welcher Kunde ist schon bereit den Mehraufwand zu bezahlen. Die wirst du an einer Hand abzählen können.

Und neben dem finanziellen Aspekt wird auch das möglichst schnelle Größenwachstum als Erfolgsmaßstab genommen dass man alles richtig gemacht hat.

Ich fürchte da hilft nur selber machen. Meine eigenen Nachzuchten, die ich im GB aufgezogen habe, sind mittlerweile adult. Obwohl sie von Anfang an in einem eingerichtetem Becken schwimmen mußten und auch nicht ständig im Futter standen, sind sie von WF ähnlichem Verhalten weit entfernt. D.h. man muß vermutlich noch wesentlich konsequenter vorgehen, wenn man das Ziel hat.

Gruß,
Robert
 

Offline Armin C.

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Re: Zierfischfang = Naturschutz
« Antwort #34 am: 06-06-2015, 14:25:43 »
Hallo Robert,

Meine eigenen Nachzuchten, die ich im GB aufgezogen habe, sind mittlerweile adult.

wie lange haben sie für Ihre "Endgröße" gebraucht  :hmm:

... wird auch das möglichst schnelle Größenwachstum als Erfolgsmaßstab genommen dass man alles richtig gemacht hat.

ja, mein Denken, wird ein Wunschdenken bleiben  :undecided:

... ebenso das von Ditmar, dass man keine WF mehr braucht
________________________________________________

um aber nochmals auf das ursprüngliche Thema zu kommen "Zierfischfang = Naturschutz"

ich bin schon der Meinung, solange uns die Erde irgendwelche Ressourcen um Geld zu verdienen gibt ...

auch wenn es nur Zierfische sind und für unsere Verhältnisse wenig Geld, werden die Ressourcen, durch die Menschen die diese nutzten, geschützt!

« Letzte Änderung: 06-06-2015, 14:40:03 von Armin T. »
... Gruß Armin

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Offline Robert B

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Re: Zierfischfang = Naturschutz
« Antwort #35 am: 06-06-2015, 15:20:50 »
Hallo Armin,

die Fische sind 1 J und 5 Monate und unterschiedlich gewachsen. Ich habe nur noch 5 Stk behalten, die Größten davon sind ca. 17 cm, die Kleinsten 13-14. Ich denke dass sie noch etwas wachsen werden.

Gruß,
Robert
 

Offline Armin C.

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Re: Zierfischfang = Naturschutz
« Antwort #36 am: 06-06-2015, 15:23:45 »
Hallo Robert,

find ich top  :good:
... Gruß Armin

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Offline Norbert Koch

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Re: Zierfischfang = Naturschutz
« Antwort #37 am: 06-06-2015, 15:50:23 »
Hallo Jungs,

interessant zu welchem Thema ihr mittlerweile gekommen seid. Und so ganz off Topic ist's ja nicht...

Also mal meine Gedanken dazu der Reihe nach:
Hallo Rich,

ich denke, das von Dir beschriebene Verhalten ist ein Paradoxon. Der grundsätzliche Vorteil nicht gegen Parasiten ankämpfen zu müssen verkehrt sich in Kombination mit einem regelmässigen / üppigen Futterangebot zum Nachteil. Manche Leute finden es "majestetisch", wenn die Diskus gemächlich durchs Aquarium ziehen; ich finde es unnatürlich.
Doch das ist keineswegs ein auf parafreie Tiere zu reduzierdendes Problem: Auch konventionelle Mastschweinchen sind so aufregend wie ein Amöben-Wettrennen!

Wer jedoch nicht den Anspruch erhebt innerhalb von 12 Monaten Tiere aufzuziehen, die an der "20 cm-Marke" kratzen, kann dies leicht vermeiden!
Genau wie Robert es schrieb: Einfach weniger / untegelmässiger füttern.

Auch wenn jetzt vielleicht ein Aufschrei durch das Internet hallt: Ich füttere die Jungtiere von Gerhard maximal 2 mal täglich und trotz ihres jungen Alters müssen sie auch ab und an mal nen Tag fasten. Das Ergebnis: Die Tiere sind eigentlich ständig aktiv und suchen nach Futter; dieses Verhalten wird sich vermutlich auch nicht ändern; ich werde berichten...

Der Preis dafür: Die Tiere werden sicherlich langsamer wachsen und vermutlich ausgewachsen rund 17 cm messen. Das reicht mir völlig! Ich brauche keine dumm dahindümpelnden Jumbos, die aussehen wie Sumoringer mit Flossen!

@Robert

Deine Nachzucht im GB finde ich spannend und lobenswert! Du beschreibst fast exakt den Weg, den ich für meine Nachzuchten geplant habe:
Züchten werde ich in den 100 cm Becken mit braunem Sand und Panzerwelsen. Wer die Eltern nicht findet oder gefressen wird, war eben nicht schlau bzw. schnell genug. Allerdings setzt ich jeweils nur ein Paar in so ein Becken.
Die Jungen bleiben so lange wie möglich bei den Elterntieren; allerdings nur do kange, wie es den Elterntieren nicht schadet.
Die Aufzucht erfolgt dann weiter in diesen Aquarien bis sie etwa 5 cm erreicht haben, danach dürfen sie in ein 150 cm Aquarium umziehen. Wasserqualität und Beckengröße sollen keine größenlimitierende Auswirkungen haben.
Da ich nicht vorhabe, Nachzuchten zu verkaufen, spielen Zeit und Kosten untergeordnete Rollen.
Wichtig ist mir, naturnahe Tiere mit natürlichem Verhalten zu besitzen.

@Armin,

Du hast - selbst die überspitzte Beschreibung - es gut auf den Punkt gebracht. Gewisse Ansprüche lassen sich wohl auch auf lange Sicht nicht über Nachzuchten bedienen! Und da kein Raubbau an der Natur betrieben wird, die Ausfallquote gegen 0 geht und sich - abgesehen vom Schwimmraum - für gefangene Fische fast alles verbessert, habe ich auch nicht den Hauch eines schlechten Gewissens bei der Pflege meiner Traumfische - nicht aus Eitelkeit (es gibt sicherlich noch schönere Wildfänge - aber eben außerhalb meines Budgets), sondern aus reinem Spass an den Tieren und ihrem Verhalten.
Freundliche Grüße aus Geretsried

Norbert (Freunde nennen mich Nobby)
Internet: https://nobby-ka.de (schon sehr bald auch mit einem Aquaristik-Bereich)

Beim Betrachten der Natur werden Gefühle geboren... | Japanische Weisheit

Es gibt für alles eine logische Erklärung - man muss nur lange genug danach suchen!
 

Offline Ditmar

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Re: Zierfischfang = Naturschutz
« Antwort #38 am: 06-06-2015, 16:52:51 »
Hallo zusammen

@Armin
Zitat von: Armin
Mich würde jetzt mal interessieren, ab wann Deiner Meinung nach dieser Zustand erreicht wurde, sprich ab wann der Fang und Transport nicht mehr nötig ist, war ?!
Meiner Meinung nach schon seit Jahren.
Wieviel Millionen WF sind denn schon seit dem ersten Export in alle Welt verteilt worden.
Wenn man es immer noch noch geschafft haben sollte einen genügend großen Genpool aufzubauen haben es auch die sogenannten Profis nicht verdient weiter Wildtiere zu importieren mit dem Argument frisches Blut ein zu kreuzen.
Die wenigsten WF werden aus vielen Gründen diesem Wunsch eh nicht nachkommen.
Also sind sie wiederum nur Show Objekte der eigenen Eitelkeit.
Zumal wirklich schöne Tiere nur im einstelligen Prozentbereich zu finden sind.
Aber selten macht auch oft auch schön.

@Armin, Nobby, Robert, Rich
Was die Agilität angeht bin ich bei Robert und Nobby.
So etwas kann man an trainieren wenn man es denn wirklich möchte.
Wieviele haben wirklich die Intention Diskus wegen ihrem Verhalten zu halten.
Auch wird dieses Argument meines Erachtens gerne als Grund des WF Import als Alibifunktion vorgeschoben.
Auch ein Wildfang wird ruhig wenn er über Monate bei bestem Futter und das im Überfluss gehalten wird.

Meine bekommen auch schon im zweiten Jahr nur noch einmal am Tag fressen und am Wasserwechseltag nichts.
Und sicherlich nicht immer ihr Lieblingsfressen.
An einem Tag Frostfutter am nächsten Tag eine Granulatmischung.

Meine Tiere sind in den ersten zwei Jahren sicherlich überfüttert worden was zu einer gewissen Trägheit beigetragen hat.
Heute stehen sie in voller Erwartung wenn der alte Sack am Becken vorbeiläuft.
Auch zeigen die regelmäßigen Angriffe auf RHG oder Redfire das ihr Jagdinstinkt nicht verloren gegangen ist.

@Robert
Aufzucht im Gesellschaftsbecken finde ich nun wieder Klasse um nicht zu sagen die eigentliche Königsdiziplin.
Nirgends kann man besser demonstrieren ein gutes Umfeld geschaffen zu haben um dem Diskus ein überlebenstaugliches Dasein zu ermöglichen.
Dafür auch als Tierfreund mein allergrößten Respekt. :good:
Daher war ich auch von Armins Becken so positiv überrascht als die totgesagten Heckel anfingen Larven zu pflegen.

Gäbe es einen wissenschaftlichen Auftrag für das importieren von Wildtieren wäre auch ich sehr wohl bereit diese Hürde zu nehmen.

Solange es aber nur zum Spaß an dem Besitz von eigenem Wildtieren geht kann ich dem mit meinem Gewissen nicht mehr vereinbaren.
Gruß Ditmar
Becken 200x80/70x60, Back to Nature Amazonas,
Orinoco Altum, L134, L46, Dornaugen, Sterbai, Golden Nugget, Sturisoma, RHG's
 

acrorich

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Re: Zierfischfang = Naturschutz
« Antwort #39 am: 06-06-2015, 17:13:13 »
Hallo zusammen,

Bei den Diskus kehr ich mal vor der eigenen Tür den Dreck weg, stimmt ich hab die Tiere sehr wahrscheinlich zu viel und zu proteinreich gefüttert.

Lebendfutter war komplett tabu, aus Angst mir was einzuschleppen.

Die Tiere bekommen jetzt weisse, schwarze Mückenlarven, Redfiregarnelen und Enchys in lebender Form und ich bin begeistert wie agil und schnell die Diskus auf einmal sein können  :hihi: die Altums gehen bei Redfire ab wie Lutzi.  :good:

Ich schreib jetzt nicht von den RT`s von Gerd sondern von den Leo`s, Altum und Red Cover die ich im Moment aufziehe, die Tiere wachsen zwar nicht so schnell weil sie noch keinen Krümel Rinderherz gesehen haben aber ich möchte auch keine Karpfen mehr im Becken.
@ Robert Du hast nicht Unrecht, ich hab aber auch nie irgendwo geschrieben das ich Ahnung von Diskus hab :laugh2:

Gruß Rich  :cheers:
 

Offline Robert B

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Re: Zierfischfang = Naturschutz
« Antwort #40 am: 06-06-2015, 22:12:35 »
Hallo Norbert,

nur ganz kurz, da Offtopic. Die Jungfische und die Alten blieben von Anfang bis Ende zusammen im GB. Da sich die Jungfischzahl nach 2-3 Wochen auf 14 Stk beschränkt hatte (die kamen dann aber alle durch) hielt sich das Beschädigen der Elternfische in stark in Grenzen. Witzig auch der Larvenklau. Ein anderes Paar hatte jede Nacht ein paar Larven mehr übernommen. Am Ende hatten sie über die Hälfte der Larven gekapert. Später hat auch noch ein einzelnes Weibchen ein paar Jungfische geführt. War echt witzig.

Gruß,
Robert
 

Offline leitplanke

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Re: Zierfischfang = Naturschutz
« Antwort #41 am: 23-06-2015, 19:08:37 »
Hm, hm, hm, tja , ich muss sagen, wenn ich mir das alles zurecht klickere in meinen Windungen, dass beide Seiten pro und contra haben. Zuallererst hat Tierhaltung generell mit Verantwortung zu tun. Ob ich Wilde bevorzuge oder aus welchen Gründen (Ethik , oder Farbschlag, bunte Mischung , oder was auch immer) Nachzuchten halten will. Ich habe mich bei Projektstart bewusst für Wilde entschieden. warum?, weil ich für mich so nah wie möglich an den Ursprung kommen will, Sowohl was die Gestaltung des Beckens (innen), Wasserbeschaffenheit, Futter, etc, als auch vom Besatz, angeht. Gut, man kann dann argumentieren, dass " mein" Besatz sich so nie treffen würde ...... stimmt, aber mir schwirrt Amazonien durch den Kopf. Spielen nicht alle die Tiere halten irgendwo Gott?, auch die Verfechter der Nachzuchten.
Wenn ich sehe, wie der Mensch, auch wir , alle! (jeder Verbraucher ist in diesen Prozess eingebunden), mit der Natur verfährt, dann wird mir schlecht! Wenn ich sehe, was in Amazonien passiert, dann könnte ich heulen und kotzen.
Wir Menschen sind wie wir sind, und wir sind nicht weit entfernt von einem Heuschreckenschwarm, bildlich gesprochen. Alleine jetzt, wo wir vor dem PC sitzen und Strom verbrauchen, an Geräten, die mit Energieeinsatz hergestellt wurden usw., sind wir Teil davon.
Nun stellt sich die Frage, wer darf ein in Gefangenschaft gezogenes Tier einem in der Wildbahn geborenem unterordnen. Mir wurde schon die Antwort gegeben, ich solle den Fisch mal fragen , ob er lieber in Freiheit sterben , oder in Gefangenschaft leben will, dem kann ich nur entgegnen, dass man diese Frage dann bitte auch jedem in Gefangenschaft geborenen stellen muss! Wer fragt die in Gefangenschaft geborenen , missgebildeten Tiere, die schlichtweg entfernt werden, weil sie nicht verkaufbar sind, den Genpool stören etc? Wer fragt die in Gefangenschaft geborenen, ob sie über den Ladentisch an einen falsch beratenen, ignoraten, oder einfach nur dummen Menschen verkauft werden wollen?, wo sie dann millionenfach elendig krepieren!
Kinders, da sind mir Wilde in verantwortungsvollen Händen tausendmal lieber. Mir tun die in gefangenschaft geborenen wesentlich mehr leid, da hier die Anzahl der Toten um ein x-faches höher ist. Die Regel sollte sein, dass ein Halter, der sich bewusst für teure Wilde entscheidet, vorher weiss was er tut, da ist die Zahl der ahnungslosen, die ihre Tiere bei Obi und Konsorten kaufen, weil se schick sind , tausendmal höher. Diese Tiere tun mir leid!

Lg
Frank
Freunde nennen mich Leiti
Dokumentation meines Projektes - nicht nur für Anfänger

https://www.youtube.com/channel/UCZKJGcC0xkowTo07CbBGHCw

Liebe Grüße
Frank
 

Offline Christian-W.

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Re: Zierfischfang = Naturschutz
« Antwort #42 am: 10-09-2018, 01:52:28 »
Moin,

da das Thema immer aktuell ist.

"Project Piaba - buy a fish, save a tree",  projectpiaba. org.

Gruß

Chris