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"Kucken" und Lachen => Off Topic => Thema gestartet von: Norbert Koch am 02-05-2011, 08:31:43

Titel: Meine "Hobby"-Energiebilanz
Beitrag von: Norbert Koch am 02-05-2011, 08:31:43
Hallo zusammen,

wie an andere Stelle berichtet, habe ich ja meine IT-Hardware zu Gunsten eines niedrigeren Stromverbrauchs umgestellt. Unterm Strich waren das knapp 70,- € Ersparnis pro Monat.

Jetzt tut sich ja in den nächsten Wochen einiges in Punkto Aquaristik bei mir (bzw. hat sich schon getan). Und ich habe den festen Vorsatz, jeden neuen Verbraucher an anderer Stelle wieder mindestens zu neutralisieren.

Hier nun meine aktuellen Projekte und die Energie-Konsequenzen dazu:
Vor 14 Tagen: Einsatz eines 36 Watt UV-C-Klärers am Diskusbecken. Bisherige Gegenmassnahme: Reduzierung der Beleuchtungsdauer des Nano-Beckens um zwei Stunden täglich (gespart bis heute: 616 Watt*), Reduzierung der Beleuchtungsdauer des Apistograma-Beckens (2 x 30 Watt T8) um eine Stunde täglich (gespart bis heute: 900 Watt), seit zwei Tagen ausdrehen der vordersten Röhre im Diskusbecken (da ja das Wasser klarer ist, benötige ich diese zusätzliche Lichtquelle derzeit nicht) (gespart bis heute 1.276 Watt). Bisher verbraucht durch den UV-C-Klärer 12.096 Watt, also 9.304 Watt bisher mehr verbraucht.
Ingesamt stellt sich die Situation ab heute Abend so dar:
Täglicher Verbrauch des UV-C-Kläreres: 864 Watt
Einsparungen durch Neonröhren (Diskusbecken und Apistogramabecken): 698 Watt
Einsparung durch Wechsel der Nano-Beleuchtung auf LED's: 176 Watt
Einsparungen gesamt: 874 Watt (also sogar 10 Watt pro Tag weniger).

Und nun steht ja das Zuchtregal ins Haus. Geschätzter Verbrauch pro Tag (24h Pumpe, 24h Heizung, 24h 35 Watt UV-C, 12h LED-Beleuchtung) ca. 3.500 Watt je Tag. Das wird schwierig aufzufangen.
Geplant ist:
Umstellung der Beleuchtung von den 2 Fluren von 10 x 40 Watt G9 auf 10 x 25 Watt G9 (geschätzte Leuchtdauer pro Tag 1,25 Stunden) = Einsparung 187,5 Watt
Umstellung der Beleuchtung im Büro auf 3 x 25 Watt G9 (anstatt 3 x 40 Watt), durchschnittliche Brenndauer je Tag 0,5 Stunden = Einsparung 22,5 Watt
Umstellung der Küchenbeleuchtung (Decke 4 x 60 Watt E14-Spots auf ML Halogenlampe Reflektor R50 / 28W (40W) 230V / E14-Energiespar-Birnen = Ersparnis (bei 1 Stunde Leuchtdauer pro Tag) 128 Watt, Austausch der Unterschrankleuchten (3 x 50 Watt Halogen) gegen 2 x 14 Watt Leuchtstoff bei einer durchschnittlichen täglichen Brenndauer von 2,5 Stunden macht das 680 Watt pro Tag Ersparnis.
Umstellung der Beleuchtung im Gäste-WC / Wasseraufbereitungsraum von 2 x 40 Watt auf 2 x 28 Watt = 24 Watt Einsparung bei einer Stunde je Tag.
Gesamt-Einsparpotential: ca. 1050 Watt.
Bleiben knapp 2000 Watt Negativbilanz; hat noch jemand eine Idee? Ich bin am Verzweifeln... :hmm:
Alle Leuchtquellen des Haushalts sind nach der Aktion auf Energiesparmodelle umgestellt, der Trockner ist ein Wärmepumpenmodell von Miele, Klimaanlage läuft bei uns keine und an IT und TV kann nichts weiter eingespart werden.
Titel: Re:Meine "Hobby"-Energiebilanz
Beitrag von: Ditmar am 02-05-2011, 12:16:36
Hallo Nobby :wink:

Du gehst da aber wirklich intensiv an die Sache dran.

Wenn Geld keine Rolle spielt und die spielt bekanntermaßen immer eine Rolle dann gäbe es da noch einiges.
Allerdings wohnst du ja nicht im Eigenheim oder ?

Zum Beispiel konsequent auf LED im Haushalt umstellen.
Dreifach Thermoglas in den Fenstern.
Eigen Energieversorgung Photovoltaig , Umluftwärmetauscher ...... , Wärmetauscher für Warmwasser.
Keine Technik mehr außerhalb des Aquariums inklusive Wassergekühlte Beleuchtung.
Isolierung der Becken selbst.

Sind mir gerade so eingefallen ganz sicher noch nicht alles was noch geht.
Dagegen stehen die horenten Investitionen bzw die sehr langen Abschreibungen.
Titel: Re:Meine "Hobby"-Energiebilanz
Beitrag von: Jörg Gottwald am 02-05-2011, 13:28:28
Hallo Nobby
also du kannst da am besten sparen wo ein Teil lange benutzt wird. Es nützt dir nichts Energiesparlampen dort zu installieren wo ehe nur 1- 2 Minuten am Tag was an ist. Zu deinen Lampen: was für Fassungen hast du da genau? Ich bin ja von 5000 Kw auf 3600 runter gekommen und kann dir wohl einige Tipps geben
mfg
jörg
Titel: Re:Meine "Hobby"-Energiebilanz
Beitrag von: Uli am 02-05-2011, 13:31:47
Hallo Nobby,

bei mir im Bekanntekreis wird zumehmend über Solar gearbeitet. Die Penel kannst Du Dir anbringen und über ein Aggregat wird das in Brauchstrom umgewandelt. Ich bin mittlerweile auch am überlegen.

Der eine Bekannte von mir hat die Beleuchtung und seinen Gartenteich der einen ähnlichen Umfang wie der von Ben hat alles über Solar. Mittlerweile sind die Kollektoren so gut, dass nicht unbedingt die Sonne scheinen muß.

Es wäre eine Überlegung wert und Du bekommst alles zu einem Überschaubaren Preis bei 123.

Gruß
Uli
Titel: Re:Meine "Hobby"-Energiebilanz
Beitrag von: Diskus&Koi Heribert am 02-05-2011, 13:49:42
Hallo Ulli,

da solltest Du aber mal mit einem spitzen Bleistift / Taschenrechner rechnen.
Die Kosten haben sich erst nach 20-25 Jahren amortisiert und das nur bei einer Einspeisevergütung.
Ich habe das mit einem Kollegen tagelang durchgerechnet und abgewägt.
Ist eher was Für Personen welche Geld einfach nur liegen haben. :laugh2:

Wollte so mal meine private Teichanlage betreiben und die gewonnene Energie sofort verbrauchen, rechnet sich leider überhaupt ( derzeit )  nicht.

Gruß Heribert
Titel: Re:Meine "Hobby"-Energiebilanz
Beitrag von: " am 02-05-2011, 13:57:46
Hallo Nobby,

Zitat
Bleiben knapp 2000 Watt Negativbilanz; hat noch jemand eine Idee? Ich bin am Verzweifeln...

Ein paar Hamster, die mit ihren Laufrädern Strom erzeugen  :hopp:

Wenns richtig warm wird, brauchst du die Heizung eh nicht, sieht letztes Jahr, da hattest du ja 31 Grad im Becken (ich übrigens auch).


Grüße
Daniel
Titel: Re:Meine "Hobby"-Energiebilanz
Beitrag von: Norbert Koch am 03-05-2011, 07:06:53
Hallo Daniel,

sicher hast Du recht und die tatsächliche Energiebilanz des Zuchtregals dürfte auch um einiges niedriger liegen.

Hallo zusammen,

vielen Dank für die Tipps; wobei einige Massnahmen in einem Mitetobjekt keinen Sinn machen. Ich denke, ich werde die Aquarien sorgfältig isolieren und da das Regal ja auch nur zwei oder drei mal im Jahr in Betrieb ist, lässt es sich wohl verschmerzen; zumal ich die pro Monat zusätzlichen 12,- Euro wohl verschmerzen kann; es wäre halt schön gewesen, wenn das Ganze kostenneutral funktioniert hätte.

Hallo Jörg,

ich habe unseren Haushalt weitestgehend auf Energiesparlampen und teilweise auch auf LED-Technik umgestellt. Einzig die Aquarienbeleuchtungen sind teilweise noch in herkömmlicher Technik ausgeführt; aber solange es sich kosten-/nutzenmässig nicht rechnet, werde ich hier nicht wriklich sparen können.

Den einzigsten echten Ansatz, den ich noch sehe, ist eine Pumpe mit 2 m Förderhöhe zu finden, die weniger als 50 Watt zieht.
Titel: Re:Meine "Hobby"-Energiebilanz
Beitrag von: Jörg Gottwald am 03-05-2011, 07:26:56
Hallo Nobbby
also ich habe komplett auf LED umgestellt , die Energiesparlampen sind rausgeflogen. Diese waren nach einem Jahr meist schon so dunkel und gelb das ich dort keinen richtigen Sparfaktor mehr erkennen konnte. Gerade im Bereich Halogenersatz biete sich die LED an, ich verwende 4x1Watt LED die wirklich vergleichbar sind . Das Aquarium ist in den nächsten Tagen dran , dort habe ich zur Zeit 108 Watt und reduziere mit
LED Technik auf 54 Watt , also die Hälfte.  Aus Erfahrungen mit der Energiesparlampe, die hatten 9 Watt und die LED 4 Watt halte ich den Faktor auch hier für realitisch.
Zum Abschluss: Eneriesparen fängt am Anfang an, d.h. meiner Meinung erst gar nicht die Energie verbrauchen. Nimm mal dein Wireless Lan, läuft das 24 Stunden am Tag und ist das nötig? Meines nicht das ist geregelt und stellt sich Abends ab, wer dann um 24.00 Uhr noch an den Rechner muss , der muss den eben anmachen.
mfg
jörg
Titel: Re:Meine "Hobby"-Energiebilanz
Beitrag von: Norbert Koch am 03-05-2011, 07:34:17
Hallo Jörg,

IT-mäßig habe ich alles gemacht, was machbar war; WLAN läuft über meine Firewall. Die muss immer an sein, da jederzeit Zugriffe von außen möglich sein müßen (iMap, SSL, Remotemanagement).

Das größte Potential hatte ich noch bei den aufgelisteten Leuchtmitteln, alle weiteren Maßnahmen dürften mehr kosten, als sie bringen...
Titel: Re:Meine "Hobby"-Energiebilanz
Beitrag von: Jörg Gottwald am 03-05-2011, 07:40:23
Hallo Nobby
das ist denke ich der Trugschluss, denn eine LED 4x 1 Watt erhälst du für knapp 7 Euro . Gerade dort wo schnell und kurz Licht benötigt wird sind LEDs den Energiesparlampen klar im Vorteil. Auch anderweitig : unsere
Küche hat 16 Watt , das Bad 12 Watt , das Wohnzimmer 32 Watt das Esszimmer 12 Watt und das geht so weiter.
mfg
jörg
Titel: Re:Meine "Hobby"-Energiebilanz
Beitrag von: Norbert Koch am 03-05-2011, 08:00:37
Hallo Jörg,

ich bekomme aber keine bezahlbaren G9-LEDs; mit E14, E27 und MR11 sieht es da wohl etwas besser aus, aber wenn ich 14,- Teuros für ein "Birnchen" hinlege, dessen bezahlbares Pedant (0,95 Euro) zwar 17 Watt mehr braucht, aber im Jahr nur knapp 200 Stunden leuchtet, spare ich dadurch 0,68 Euro Stromkosten pro Jahr; und nach 19,2 Jahren haben sich dann die Mehrkosten amortisiert - vorausgesetzt, das Leuchtmittel würde so lange leben, was ich bezweifle...

Wenn ich mir das beim Aquarium anschaue und eine für mich akzeptable Lösung betrachte (Einbau in herkömmlicher Abdeckung, lichtstark wegen der Pflanzen), komme ich ohne jedweden "Steuerungs-Schnick-Schnack" für mein Diskusbecken auf knapp 500,- Euro Kosten. Rechne ich dann noch die Steuerung mit ein, die ich mir ja dann eh holen würde, wäre ich bei rund 800,- Euro. Meine Aquarienbeleuchtung wie sie derzeit ist, kostet mich beim diskusbecken rund 130,- Euro Strom pro Jahr; also ebenfalls immerhin stolze 74 Monate (6,2 Jahre), bis sich das rechnet. Und dabei habe ich noch nicht mal den Stromverbrauch der LED-Beleuchtung berücksichtigt - also nochmal knapp 2 Jahre länger bis ich bei Null auf Null bin. :O:

Keine Frage, ich bin ein LED-Fan! Meine Schreibtischlampe braucht 2 Watt und leuchtet etwa 2-3 Stunden am Tag; mein Nanobecken beleuchten jetzt SMD-LEDs - 2 anstatt 22 Watt; aber rein nach den Anschaffungs-Kosten (2 x 9,99 €) gerechnet, spare ich beim Nanobecken nicht wirklich was. Und wenn es eben viele Leuchtmittel auf einmal werden, rechnet sich die Investition nicht; ab und an mal eine Lampe auf LED umrüsten, wenn die Leuchtmittel defekt, und die neuen bezahlbar sind, ja, das macht Sinn! :reed:

Und wenn ich neue Lampen kaufen muss, damit ich günstige LED-Leuchtmittel verwenden kann, kann ich den taschenrechner gleich im Schrank liegen lassen...
Titel: Re:Meine "Hobby"-Energiebilanz
Beitrag von: Jörg Gottwald am 03-05-2011, 08:15:04
Hallo Nobby
ich habe hier die billigsten Schienen mit GU10 das sind die Halogenhochvoltschienen die keiner mehr haben will. Die Halogen tausche ich um gegen LEDs die kosten mich knapp 7 Euro und das war es. Ich muss auch nicht mehr jedes Jahr neue einbauen. Sonst habe ich E14 und auch da gibt es für 10 Euro gute Teile. Ich denke mal wenn man eine vernünftige Energiesparlampe kauft, ist man von diesen Preisen nicht weit entfernt.
Und so wird dennächst mein Becken beleuchtet.
mfg
jörg