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Thema: Umkehrosmoseanlage in Betrieb ... wie nun vernüftig einsetzen?  (Gelesen 2678 mal)

Offline Lumontur

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Hallo Leute

Ich hab mir nun endlich eine Umkehrosmoseanlage von Jörg Gottwald geleistet.
An dieser Stelle nochmal ein großes Dankeschön an Jörg für die Beratung, extrem schnelles Liefern und fürs beantworten meiner 100 Fragen vor und nach dem Kauf ;)

Für meine 1200l ist es nun eine 500GPD Anlage mit Sidestream Membrane geworden.
Produziert ordentlich und die ersten 200l habe ich bereits eingeleitet.

Derzeitige produziert die UOA folgende Werte:
Leitwert 32
PH 6
1 L pro min

Ich wollte euch nun fragen wie ihr die Anlage nun am besten an den Start bringt.
Hab mal gelesen das ein zu schnelles senken des Leitwertes nicht besonders gut sein soll.

Könnt ihr mir sagen wie ihr das am besten angehen würdet?

Derzeitige Werte im Becken:
KH 14
PH 7,6
GH 6
Leitwert 700

Ziel wäre eine KH von 5 herum zu erreichen.
Soll ich eher normale WW (1 mal am Tag 70l) machen mit 2/3 Osmose und 1/3 Leitungswasser um besonders schonend zu senken.
Oder kann ich mal jeden Tag den Leitwert/KH um einen gewissen Wert reduzieren ohne das es den Fischen schadet
Besatz primär Diskus und Altum.

Danke und Liebe Grüße
Martin
 

Offline Norbert Koch

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Hallo Martin,

jede Änderung der Wasserwerte verursacht bei den Tieren mehr oder minder viel Stress.

Eigentlich spricht nichts gegen eine behutsame Änderung Deiner Wasserwerte! Deine Fische erdulden die zu hohen Werte ja schon geraume Zeit. Wenn Du darüber hinaus Pflanzen pflegst, die empfindlich auf Änderungen des pH-Wertes reagieren (Cryptocorynen können sich bei größeren Senkungen einfach "auflösen"), tust Du auch ihnen nichts Gutes.

Ich würde das Wasser auf die endültigen Werte die Du anstrebst einstellen bzw. verschneiden und mit diesem Wasser dann jeden zweiten Tag 10% wechseln.
Freundliche Grüße aus Bagband

Norbert (Freunde nennen mich Nobby)
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Offline Lumontur

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Hallo Norbert

Wenn ich Kh5 und 200 leitwert versuche anzustreben .... Wäre das mal ok oder?

Kann ich, bis ich auf meine Werte bin, direkt nur mit Osmosewasser die WW machen, oder trotzdem verschneiden?

Danke und Liebe Grüße
Martin
 

Offline Norbert Koch

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Hallo Martin,

da unsere Haut nicht so sensibel auf unterschiedliche pH-Werte (wenn es sich nicht gerade um eine Base oder eine Säure handelt) reagiert, verwende ich ein anderes Bild:
Stell Dir mal vor, Du sitzt in einer halbvollen Badewanne mit warmen Wasser., dass aber etwas zu kühl ist. Was würde Dir besser gefallen: die Zugabe von kochend heißem Wasser, damit die angestrebte Temperatur schnell erreicht wird, oder mit warmem Wasser, dass nur etwas wärmer als das in der Wanne ist?
Freundliche Grüße aus Bagband

Norbert (Freunde nennen mich Nobby)
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Offline Lumontur

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Danke Norbert

Hab verstanden

Liebe Grüße
Martin
 

Offline Lumontur

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Hallo Norbert

Darf ich noch fragen wie du dein Becken eingestellt hast und wie du deine WW machst?

Ich hab es so automatisiert das eine Zeitschaltuhr 3 min Normalwasser (ca 25l) einfließen lässt und dann kommen noch 50 min Osmose Wasser dazu (derzeit ca 50l), alles mit Überlauf in den Kanal übers Filterbecken.

Wie hast du das gelöst?

Danke und lg
Martin
 

Offline Norbert Koch

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Hallo Martin,

mein Regal ist nicht automatisiert; ich öffne den Ablasshahn manuell und lasse rund 50% des Aquarienwassers ab.
Dann lasse ich frisches Wasser mit der selben Temperatur zulaufen. Da bei mir Kh 1.5 aus dem Hahn kommt, muss ich lediglich über Aktivkohle filtern.
Wenn die Aquarien etwa zu 90% gefüllt sind, schließe ich den Ablasshahn. Ich wechsle so in etwa 80% je nachdem, wie ich die Zeit dazu finde ein bis zwei mal pro Woche.

Das große Aquarium wird automatisiert befüllt: In einer (versteckten) Wanne über dem Aquarium stehen ca. 80 l Wasser, um etwa 6 - 24 Stunden durch die Abwärme des Aquariums zu temperieren. Mittels eines LiWeBe-Controllers öffnet sich dann ein elektrisch geschalteter Kugelhahn, der das Wasser in ein Berieslungssystem ablässt -> ich simmuliere also Regen.
Ein Überlauf im Filterbecken lässt die zugeführte Wassermenge abfließen.

Da der LiWeBe-Controller das Wetter aus Brasilien zeitversetzt für diverse Schaltprozesse zur Verfügung stellt, muss ich mich in die Steuerungsmöglichkeiten einfuchsen sobald ich das System in Betrieb nehme, damit ich sicherstellen kann, das mindestens 50 l täglich gewechselt werden.
Sind zwar "nur" 350 - 560 l Wechselwasser pro Woche, aber in dem ca. 3.500 l Aquarium werden auch nur maximal 16 Diskusfische, ein paar Dutzend Corydoras sterbai und einige L18 schwimmen.
Filtern werde ich mit einem 400 l Filterbecken nach dem Prinzip eines Diffusionsfilters, in das ich zusätzlich ca. 8 l Siporax einbringen werde.

Das sollte in dem Schaubecken für eine gleichmässige und gute Wasserqualität sorgen.
Freundliche Grüße aus Bagband

Norbert (Freunde nennen mich Nobby)
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Offline Lumontur

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Hallo Norbert

Wow bin beeindruckt... Besonders das Regen simulieren gefällt mir.

Musst unbedingt mal Fotos reinstellen "bei Regen ".

Ich verschneide mein Osmosewasser mit meinem Wasser aus der Leitung.
Muss/Sollte ich zusätzlich mein Wasser aufhärten oder dergleichen?

Danke und liebe Grüße
Martin
 

Offline Wurzelsepp

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Hallo Martin,

warum so kompliziert ?

Ok, es ist am Anfang nicht einfach  ;-)

Wie dein Wasser in deinem Becken reagiert, kann niemand voraussagen.

Da mußt du durch, mit aussagekräftigen Tests und wenn möglich 2 guten Augen.

Was mich etwas stört, sind dein GH und KH- Wert.

Da stimmt etwas nicht.

Also forsche mal nach, wer da alles rumpfuscht, bevor das Wasser aus deinem Wasserhahn kommt.

Dann wechsel erst mal 10 % und mess wieder. Aber bitte nur mit reinem Osmosewasser.
Kein Pfusch mit mischen.
Wenn da was falsch läuft, dann merkst du es an den Reaktionen deiner Fische.
Dann mit Minerialien gegensteuern. Ich nehm dazu ab und zu Sera Mineralsalt.
Aber auch monateweise mal nicht.

Mach dich jetzt aber nicht verrückt, mit der ganzen Messerei, denn Hektik ist negativ.

Deshalb in kleinen Dosen ändern, und du wirst dich wundern, wie schnell du gegensteuern mußt. z.B. mit Muschelgrus.

Gruß Herbert
Marlboros,  RotTürkis , Pidgeon Blood Red, Kobalt, RoteNeon, L262, L201"BigSpot", Antennenwelse (+),

-Wenn dich jemand alt nennt, schlag ihn mit deinem Stock und wirf ihm dein Gebiss hinterher-
 

Offline Norbert Koch

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Hallo Martin,

das "Große" entsteht / verändert sich momentan noch in meinem Kopf. Da es mein Traumbecken wird, lege ich erst los, wenn ich zum Entschluss gekommen bin, dass ich KEINE Kompromisse machen muss.

Bilder gibt es daher wohl erst ab Ende 2016...

Hallo Herbert,

es gibt durchaus Gegenden mit solchen Wasserwerten: Rund um München, bei Berlin und Teile der schwäbischen Alb (nur einige Beispiele) haben eine so schräg ionisierte Wasserzusammensetzung. Muss also nicht zwangsläufig jemand "rumgepfuscht" haben.
Falls das Wasser des Versorgers jedoch nicht solche Extremwerte aufweist, könnte eine Hausenthärtungsanlage, die mit Siedesalz betrieben wird, im Spiel sein...
Freundliche Grüße aus Bagband

Norbert (Freunde nennen mich Nobby)
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Re: Umkehrosmoseanlage in Betrieb ... wie nun vernüftig einsetzen?
« Antwort #10 am: 25-09-2015, 09:12:07 »
Hallo Herbert
Hallo Norbert

Danke für eure Anworten

GH und KH läuft bei mir deshalb auseinander da ich wie Norbert richtig erkannt hat, eine Entkalkungsanlage im Keller stehen habe.
Mit meinem Wasser pfusche ich quasi nur ganz alleine rum. GH ist bei mir immer auf 6 eingestellt, KH dank Osmose nun auf 5.

Ich bin nun mit meinem Becken auf folgende Werte angekommen:
Leitwert 330
KH 5
PH 6,8 / 6,9
Nitrat 15

Ich hab nun 1/3 Leitungswasser und 2/3 Osmosewasser im Behälter (1L) gemischt, gemessen und werde ab heute dieses Verhältnis täglich mit 70l Gemisch wechseln.
Ablauf:
2 min Leitungswasser direkt ins Becken einleiten
50 min Osmosewasser direkt ins Becken einleiten

Damit sollte ich meine jetzt erreichten Werte dauerhaft stabil halten können, hoffe das passt so... werde das sicher noch sehr oft nachmessen und anpassen müssen... aber es sollte so hinkommen.

Denkt ihr das ist ok so?

Was ich allerdings jetzt schon sagen muss ist ein großes Danke an dieses Forum und deren Mitglieder hier die mir a) geholfen haben mit Zuspruch und Ratschlägen, aber auch sehr wichtig, b) mit Kritik und Hinterfragen meiner Becken werte.
Ich erinnere mich immer wieder an die Aussage eines Mitglieds der völlig entsetzt schrieb " ... und in diesem Wasser hältst du Diskus?!.."

Danke dafür ... ich glaube schön langsam komme ich dank euch allen in diesem Hobby weiter und beginne wenigstens ein klein wenig alles "richtiger" zu machen.

lg
Martin
« Letzte Änderung: 25-09-2015, 09:18:28 von Lumontur »
 

 

Re: Einrichtung eines Diskusaquariums und Einsetzen der Diskusfische

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