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Thema: Vorstellung und Fragen zur Diskushaltung  (Gelesen 3494 mal)

Rottürkis

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Vorstellung und Fragen zur Diskushaltung
« am: 19-10-2019, 17:41:43 »
Hallo und guten Abend allerseits,

ich bin neu hier und versuche mich zu orientieren. Um das Forum nicht ausfzublähen, habe ich bestehende Threads gesucht und schreibe hier rein. Ich hoffe, ich mache das richtig.

Ich besitze kein Diskusbecken, sondern "nur" ein "normales", möchte aber beim nächsten Umzug eines aufbauen und hoffe, dass dies möglich sein wird. Eigentlich ist das schon Bedingung.  :laugh:

Ich habe noch eine Frage zu Hobbys Ausführung.
Zitat
Diesen Artikel solltest du unbedingt lesen und verinnerlichen!

https://www.diskus-studio.de/tipps/RGD%20040605.pdf

Er ist zwar von 2004 hat aber an seiner Aussagekraft nichts verloren.
In der Quelle steht, dass 120x50x60 cm Minimum seien, sogar von 40 cm Tiefe ist die Rede. Dies ist doch laut einiger Äußerungen und ich finde auch bei einem gewissen Einfühlungsvermögen in die Fische doch viel zu wenig, oder?

Ich habe recherchiert und seit Eheim die Incpiria-Becken auf 60cm Tiefe vergrößert hat, möchte ich ein Incpiria 530 (160 x 60 x 65cm) aufbauen und habe leider noch keine Bilder mit dem Incpiria430 (130x60x65cm) gefunden, in dem ausgewachsene Diskus schwimmen. Bei Youtube (ich weiß nicht, ob ich hier fremde Links reinsetzen darf) habe ich ein Juwel Rio350 gefunden mit 8 Diskus und ganz ehrlich: Ich finde den Anblick stressig, da ein Diskus die anderen wegscheucht und nicht der Platz zum wegschwimmen vorhanden ist.
Laut Link wäre das Incpiria430 ja groß genug....

Ich habe eine Frage zu den Wasserwerten:
Das Eau de Cologne (also nicht das Parfum! :laugh:) hat folgende Werte:
19,4 ± 1,1°dH (hart)
13,6 ± 0,5 °dH

Ich schneide mein Wasser mit Osmosewasser im Verhältnis 1:3 und habe somit immer einen GH-Wert von 12-13 und einen Kh-Wert von 4-5. Bei einem großen Becken wäre ich gezwungen eine Anlage mit Pumpe und ein 200 Liter-Fass zu kaufen, aus dem ich das Osmosewasser mit einer Pumpe ins Becken leite. Dann würde ich die Wasser 1:1 mischen. Dann müssten die Werte doch super für Diskus sein, oder nicht?

Viele Grüße
Ben
« Letzte Änderung: 20-10-2019, 14:28:01 von Hobby »
 

Offline Franko6x

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Re: Re: Diskus Aquarium- Größe/ Einrichtung
« Antwort #1 am: 20-10-2019, 14:15:41 »
Hallo,

ich bin auch recht neu hier. Da ich ebenfalls aus Köln bin und mit dem harten Wasser kämpfe, möchte ich dir kurz sagen, wie ich das mache.

Ich habe mir ein 200 l Fass gekauft und befülle dies mit dem Leitungswasser. Ich habe Floratorf bei Bauhaus ( keine Düngung und wenig Phosphat und Nitrat Anhebung ) gekauft. Diesen fülle ich in einen kleinen Jutesack. Eine kleine Pumpe - welche ich zum Wasserwechsel nehme - pumpt jeden Tag per Zeitschaltuhr für eine Stunde im Kreislauf durch den Jutesack. Dadurch senkt sich die kh jeden Tag um 1 KH. Am Tag des Wasserwechsels nehme ich den Sack heraus und entleerte deN Torf in ein Beet und Pumpe das Wasser ohne den Bodensatz in das Aquarium. Damit komme ich im Aquarium auf kh3.

Hört sich am Anfang aufwendig an, aber nach 2-3 mal hat sich das eingespielt.

Freundliche Grüsse

Frank
 

Offline Hobby

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Re: Vorstellung und Fragen zur Diskushaltung
« Antwort #2 am: 20-10-2019, 15:32:15 »
Hallo Ben,

zuerst ein herzliches Willkommen in unseren Forum.
Ich habe mir erlaubt deinen Beitrag aus den vorhandenen Thread herauszunehmen und als eigenständigen Beitrag laufen zu lassen.

Als techn. Hinweis, ein neues Thema startest du so:
1. oben in der Startleiste "Forum" anklicken;
2. Bereich aussuchen;
3. neues Thema anklicken

Zitat
In der Quelle steht, dass 120x50x60 cm Minimum seien, sogar von 40 cm Tiefe ist die Rede. Dies ist doch laut einiger Äußerungen und ich finde auch bei einem gewissen Einfühlungsvermögen in die Fische doch viel zu wenig, oder?

Betrachten wir einmal die aufgeführten Masse einzeln.
Ein Becken 120x50x40 hat einen realen Rauminhalt von 240 Liter. Davon ziehe ich 60 Liter durch Wasserverdrängung (Bodengrund,Rückwand und Pflanzen) ab, so bleiben mir 180 Liter. Wenn ich jetzt die allgemeine Formel von 50 Liter für einen Diskus ansetze, ergibt dies einen Besatz von 3,5 also 3 Diskus.
Jeden wird einleuchten, dass dies zwar möglich, jedoch nur mit häufigen Wasserwechsel zu realisieren ist.
Deshalb sprechen die Verfasser auch von einem Mindestmass für ein Diskusbecken, welches bei 120x50x60 zu sehen ist.
Auch hier entscheidet ein moderater Besatz (rechnerisch bei 5-6 Tiere, persönlich bei 4) über die Haltung.
Verständlich ist ein größeres Wasservolumen förderlich für die Tiere, weil es deren Gewohnheiten in Höhe und Tiefe entgegen kommt.
Wir sprechen heute schon von 70 Liter pro Tier im Becken um der Keimbelastung besser zu bewältigen.
Real betrachtet ist auch das Eheim Incpiria430 zu klein für die Diskus, es sei denn du beschränkst dich auf 7-8 Tiere, besser 6.

Warum revidiere ich jede Rechnung nach unten?
Es ist immer noch zu beachten, dass Beifische ins Becken kommen sollen und auch diese haben einen Wasserverdrängungsanspruch, welcher im Sinne der Beckenbelastung (Keimdruck) zu berücksichtigen ist.

Die Härte eures Wasser ist hoch, wobei in der Aquaristik nur die Karbonathärte von Bedeutung ist und diese liegt in Köln bei 13,6+-0,5%.

Deine zukünftigen Aufbereitung benötigt kein Fass, sondern sie kann mit Hilfe einer leistungsstarken Osmoseanlage und einer Zuleitung des Leitungswasser, welches über einen Carbonotfilter geleitet wird, realisiert werden.
Einzig eine mathematische Berechnung der notwendigen Wassermenge jeder Zuleitungsmenge ist notwendig.
Hierüber gibt es im Forum genügend Beiträge.

Abschließend noch einen literaischen Hinweis.
Besorge dir das Buch von Krause über Aquarienwasser und lese dich gründlich ein.

« Letzte Änderung: 20-10-2019, 15:38:24 von Hobby »
 

Rottürkis

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Re: Vorstellung und Fragen zur Diskushaltung
« Antwort #3 am: 23-10-2019, 14:43:28 »
Hallo Frank,

ja, wir sind Leidgenossen. :D
Von der von Dir beschriebenen Methode hatte ich noch nicht gehört. Ist Torf aber aus ökologischen Gründen denn vertretbar?

Hallo Jürgen,

vielen Dank für Deine Ausführungen. Das Buch werde ich mir auf jeden Fall besorgen! Wasserwerte messe ich bisher quasi nie, weil ich ein sehr gutes Händchen habe. D.h. gesunde farbenfrohe Fische (die Skalare laichen regelmäßig), keine Algen und einen prächtigen Pflanzenwuchs. Indikatoren, dass alles in Ordnung ist also. Bei Diskus würde sich das Messverhalten ändern, Tröpfchentest müssen es auch sein, denke ich.

Ich hatte gedacht entweder 10 Diskus ins Incpiria530 oder 8 Tiere ins Incpira430 zu setzen. Bei einem geplanten wöchentlichen Wasserwechsel wollte ich dennoch die Möglichkeit haben bei einem gesundheitlichen Ausfall den Wasserwechsel im Notfall auch mal ausbleiben lassen zu können, ohne ein Risiko eingehen zu müssen. Man weiß ja nie, ob was dazwischen kommt, ob beruflich oder gesundheitlich.... Ein Diskuszüchter meinte mal zu mir, dass in das Rio350 theoretisch 20 Diskus passen würden, was aber ein hohes Risiko wäre und er mir 6-8, besser 8, empfehlen würde. Daher kam mir der Gedanke beim 10 cm tieferen und 10 cm längeren Incpiria430 die gleiche Anzahl einzusetzen. Allerderings schaue ich mir ständig bei Youtube Videos an und bin teils skeptisch.

Mich beschäftigt halt unabhängig vom Platz die Statik und insbesondere die Belastbarkeit des Estrichs. Wer sagt mir, dass beide Becken problemlos aufgestellt werden können? Hier im Forum hatte ich auch schon gestöbert, aber einige scheinen ja ein Eigenheim zu besitzen und haben selbst Vorkehrungen ergriffen (Estrich ausgerissen, Beton gegossen, etc.).

Zitat
Deine zukünftigen Aufbereitung benötigt kein Fass, sondern sie kann mit Hilfe einer leistungsstarken Osmoseanlage und einer Zuleitung des Leitungswasser, welches über einen Carbonotfilter geleitet wird, realisiert werden.
Einzig eine mathematische Berechnung der notwendigen Wassermenge jeder Zuleitungsmenge ist notwendig.
Hierüber gibt es im Forum genügend Beiträge.
Ich kam auf das Fass, weil eine leistungsstarke Osmoseanlage ja etwa 2-2,3Liter/Minute produziert. Bei einem 50%igen WW bei 430 Litern, wären das bei einem Schnittverhältnis von 1:1 etwa 110 Liter. Das dauert ja eine knappe Stunde!

Ich hatte gelesen, dass man möglichst viele Diskus halten sollte, um die Aggressionen zu senken. Sind 6 Tiere nicht zu wenig?

Da ich Stress für alle Tiere vermeiden und weil ich parafreie Diskus haben möchte, dachte ich, nur etwa 30 Corydoras als Beifische einzusetten.

Zu parafreien Diskus habe ich auch eine Frage. Auf der Homepage von Piwo steht nichts von parafrei. Im Forum wurde er aber als Züchter parafreier Diskus empfohlen. Wie ist das nun?  :)
Pflanzen bekommt man anscheinend auch nicht selbst parafrei gemacht. Würde mich da auch Invitro beschränken, allerdings hängt man an die eine oder andere Pflanze, die einen schon lange begleitet.

Nochmal ganz herzlichen Dank für Eure Anregungen!
« Letzte Änderung: 23-10-2019, 15:04:33 von Rottürkis »
 

Offline Franko6x

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Re: Vorstellung und Fragen zur Diskushaltung
« Antwort #4 am: 23-10-2019, 20:06:13 »
Hallo Ben,

anbei ein Ausschnitt vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft:

 "In Deutschland werden seit Ende der 1980er-Jahre keine intakten Moore mehr für den Abbau freigegeben. Torf wird hierzulande nur noch auf Flächen abgebaut, die vorher landwirtschaftlich genutzt, also schon vor Jahrzehnten entwässert wurden. Von diesen Flächen darf eine genau festgelegte Menge Torf gewonnen werden. Die Produzenten verpflichten sich im Gegenzug, die Abbauflächen anschließend zu renaturieren.

Aus landwirtschaftlichen Flächen entstehen also nach der Zwischennutzung für den Torfabbau wieder neue Moore und somit lebendige Lebensräume. Auch die CO2-Bilanz der Flächen soll auf diese Weise langfristig wieder ausgeglichen werden."

Hier muss nun jeder für sich selbst entscheiden, ob dies ökologisch in Ordnung ist und seinen eigenen Weg finden.

Mit freundlichen Grüssen

Frank
 

Offline Hobby

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Re: Vorstellung und Fragen zur Diskushaltung
« Antwort #5 am: 24-10-2019, 12:43:17 »
Hallo Ben,

Zitat
weil eine leistungsstarke Osmoseanlage ja etwa 2-2,3Liter/Minute produziert

Dies ist Wunschdenken, denn selbst das Spitzenprodukt auf dem Markt (Umkehrosmose PRF RO System) produziert mit einen Verhältnis von 1:2 nur 1,5 Liter pro Minute.
Auch stimmt deine Rechnung
Zitat
Bei einem 50%igen WW bei 430 Litern, wären das bei einem Schnittverhältnis von 1:1 etwa 110 Liter
leider nicht, denn du hast kein Schnittverhälnis von 1:1.
Die Berechnungsgrundlage für einen 50%tigen Wasserwechsel bei 430 Liter Beckeninhalt lautet:

Beckeninhalt: 430 Liter
Karbonathärte im Aquarium: 4
geplante Menge des WW: 215 Liter (50%)
Karbonathärte des Leitungswasser: 13 (abgerundet)
Zielwert der Karbonathärte im Becken: 4
 Dies ergibt:

Leitungswasserzufuhr: 66,1519 Liter
Osmosewasserzufuhr: 148,848 Liter

Diese Mischung ergibt einen Karbonatwert von 4 in deinem Becken.

Leider weiß ich nicht, wie du auf deine Werte kommst, denn die publizierten Wechselwerte sind mathematisch unkorrekt.

Damit du dies und noch andere Berechnungen nachvollziehen kannst eine kleine Auflistung von Berechnungstool für die Aquaristik.
Hier findest du auch Aussagen/Berechnungen zum Estrich.
Dein Vermieter wird dir bestimmt aus den Bauunterlagen Auskunft erteilen können, welche Belastung dein Estrich aushält.

http://www.deters-ing.de/Berechnungen/Berechnungen.htm

Zitat
Ich hatte gelesen, dass man möglichst viele Diskus halten sollte, um die Aggressionen zu senken.

Natürlich wirst du immer auf solche Aussagen stoßen, mann möchte verkaufen.
Ich habe bisher in meinen gepflegten Beständen keine Aggressionen und Ünterdrückungsverhalten erlebt. Meine Höchstzahl im Becken waren 8 Tiere.
Diese Größe würde ich jedoch nicht mehr wählen.
Durch die natürliche Reduktion, nach gut 9 Jahren, verblieb der Bestand an Diskus bei 4 Tiere und hier gibt es, auch beim regelmäßigen Laichen, keinerlei Probleme.
Die Tiere haben ausreichend Raum um sich, bei Bedarf, in den Pflanzenbestand zurückzuziehen.

Zitat
Auf der Homepage von Piwo steht nichts von parafrei.

Dies wurde mir erst durch deinen Hinweis bewusst.
Auch die Angebote anderer parafreier Züchter sind begrenzt.
Vielleicht ist der Hype vorbei.
Der Vorteil bei diesen Tieren war, dass sie gerade für Anfänger geeignet waren, ab einer Größe von mind. 12 cm und manchen Haltungsfehler besser wegsteckten.

Wenn man sich aus den Angeboten erfolgreicher und anerkannter Züchter Tiere holt, dann kann eigentlich auch mit normalen Tieren nichts schief gehen.

Wenn du dich auf diese Haltungsweise orientierst, dann solltest du dir das Buch von Gerhard Rahn besorgen und im Link unter "Erfahrungen" einmal nachlesen.

https://rahndiskus.de/


Rottürkis

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Re: Vorstellung und Fragen zur Diskushaltung
« Antwort #6 am: 28-10-2019, 15:43:53 »
Hallo Frank,
Hallo Ben,

anbei ein Ausschnitt vom Bundesinformationszentrum Landwirtschaft:

 "In Deutschland werden seit Ende der 1980er-Jahre keine intakten Moore mehr für den Abbau freigegeben. Torf wird hierzulande nur noch auf Flächen abgebaut, die vorher landwirtschaftlich genutzt, also schon vor Jahrzehnten entwässert wurden. Von diesen Flächen darf eine genau festgelegte Menge Torf gewonnen werden. Die Produzenten verpflichten sich im Gegenzug, die Abbauflächen anschließend zu renaturieren.

Aus landwirtschaftlichen Flächen entstehen also nach der Zwischennutzung für den Torfabbau wieder neue Moore und somit lebendige Lebensräume. Auch die CO2-Bilanz der Flächen soll auf diese Weise langfristig wieder ausgeglichen werden."

Hier muss nun jeder für sich selbst entscheiden, ob dies ökologisch in Ordnung ist und seinen eigenen Weg finden.

Mit freundlichen Grüssen

Frank

Das klingt doch gut! :) Danke für den Hinweis!

Viele Grüße
Ben
« Letzte Änderung: 28-10-2019, 15:56:31 von Rottürkis »
 

Rottürkis

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Re: Vorstellung und Fragen zur Diskushaltung
« Antwort #7 am: 28-10-2019, 15:55:45 »
Hallo Jürgen,

vielen Dank für Deine Berechnungen!

Ohje, das wird aufwendig! Zumal ich mich entschieden haben, ein Incpiria530 zu wählen. Da habe ich doch an die 8 Diskus gedacht. Dass insbesondere Stendker kapitalistische Ziele verfolgt, war mir bewusst. Möglichst viele Tiere zu verkaufen, ist das Ziel.
Aber sind Diskusse nicht Gruppentiere?

Ich werde die Hinweise aufgreifen. Rahns Text habe ich gelesen. Jetzt denke ich erst Recht darüber nach, das Becken parafrei zu belassen und lediglich Corydoras einzusetzen. Schade ist es um meine bisherigen Lieblingspflanzen, die ich wohl nicht parafrei bekommen werde.

Vielleicht ziehe ich woander hin, dort beträgt der GH-Wert etwa 17, kH weiß ich leider noch nicht.
Meintest Du, als Du geschireben hast, ich bräuchte keine Tonne, dass ich einfach länger warten müsste, bis über die Osmoseanlage das Wasser eingeleitet worden ist?  :laugh:

Ich hoffe, man bekommt die Erlaubnis auf Basis der Estrichdaten.

Viele Grüße
Ben
 

Offline Hobby

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Re: Vorstellung und Fragen zur Diskushaltung
« Antwort #8 am: 28-10-2019, 18:41:19 »
Hallo Ben,

da irrst du,
Zitat
Schade ist es um meine bisherigen Lieblingspflanzen, die ich wohl nicht parafrei bekommen werde.
Nehme die Pflanzen jetzt aus deinen Becken heraus und setze selbige in ein seperates Becken, welches du vollkommen neu einrichtest(Becken,Technik,Kies, Innenfilter)!
Aufstellung nicht in der Nähe deines alten Becken!!
Dieses Becken wird nicht mehr berührt, also nicht voher im alten Becken werkeln und dann ans neue Becken gehen, aufpassen,dass keine Wassertropfen hineingelangen.
Nach gut 4 Wochen sind die Pflanzen frei von evtl. vorhandenen Erregern, da selbige keinen Zwischenwirt gefunden haben und verhungert sind.
Also, du brauchst nicht auf deine geliebten Pflanzen verzichten, sondern musst nur Ausdauer und Sorgfalt walten lassen.

Rottürkis

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Re: Vorstellung und Fragen zur Diskushaltung
« Antwort #9 am: 31-10-2019, 15:23:14 »
Hallo Jürgen,

Hallo Ben,

Nach gut 4 Wochen sind die Pflanzen frei von evtl. vorhandenen Erregern, da selbige keinen Zwischenwirt gefunden haben und verhungert sind.
Also, du brauchst nicht auf deine geliebten Pflanzen verzichten, sondern musst nur Ausdauer und Sorgfalt walten lassen.

Vielen Dank! Wie ist das mit Darmflagellaten? Ich habe gelesen, dass die nicht auszurotten seien....   :-[

Ich wollte noch mal fragen, warum Du keine 8 Disken mehr halten würdest. Gab es da Probleme?

Wegen der weicheren Wasserwerte vermute ich übrigens, dass die Schnecken, die man so einscheppt, ihren prositiven Beitrag geleistet haben. Für ihre Häuser entziehen sie dem Wasser ja Kalk und wenn man die Schnecken und leere Schneckenhäuser entfernt, erfolgt ja auch eine Enthärtung. Anders kann ich mir das nicht erklären. Ich hatte vor vielen Jahren mal bei einem ungefähren Schnittverhältnis von 2:1 Leitungswasser:Osmosewasser einen Gh-Wert von 12 und einen Kh-Wert von 3.

Viele Grüße
Ben
 

Offline Hobby

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Re: Vorstellung und Fragen zur Diskushaltung
« Antwort #10 am: 31-10-2019, 17:13:59 »
Hallo Ben,

du hast wahrscheinlich einiges gelesen, aber nicht gründlich genug.
Rahn schreibt:
Zitat
Echte Parasiten sind Lebewesen, die mit ihrem Wirt eine Lebensgemeinschaft bilden.
Unsere Diskus können sehr wohl gut mit Parasiten leben, wenn die Bedingungen im Aquarium "diskusgerecht" sind.
Erst wenn die Wasser-und Futterqualität sich verschlechtert, der Stress wegen Überbesatz zunimmt, dann vermehren sich diese Parasiten in den Tieren explosionsartig und schwächen die Tiere, da selbige sich jetzt auf die Überwindung der Stressfaktoren konzentrieren müssen.

Weiter schreibt Rahn:
Zitat
Bei den Parasiten, die dem Diskus von Anfang an am meisten zugesetzt haben, handelt es sich um Kiemenwürmer, Darmwürmer und Darmflagellaten.

https://www.rahndiskus.de/html/erfahrungen.html

Nun ergründe, wie diese sich vermehren und du hast die Antwort auf deine Frage.

Zitat
Ich wollte noch mal fragen, warum Du keine 8 Disken mehr halten würdest. Gab es da Probleme?

Nein, ich hatte keine Probleme, aber persönlich bin ich zu den Entschluss gelangt, dass eine geringere Zahl an Tieren selbigen und ihren Wohlbefinden dient.

Zitat
Wegen der weicheren Wasserwerte vermute ich übrigens, dass die Schnecken, die man so einscheppt, ihren prositiven Beitrag geleistet haben. Für ihre Häuser entziehen sie dem Wasser ja Kalk und wenn man die Schnecken und leere Schneckenhäuser entfernt, erfolgt ja auch eine Enthärtung.

Dies stimmt nur bedingt, denn der Einfluss auf die Karbonathärte durch die Schnecken m Aquarium ist marginal.
Du bräuchtest dann schon einen riesen Bestand an, z.b. TDS, um eine kleine Veränderung wahrzunehmen.

Zitat
wenn man die Schnecken und leere Schneckenhäuser entfernt, erfolgt ja auch eine Enthärtung

Dies verstehe ich nicht, könntest du mir es bitte einmal erklären.

Rottürkis

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Re: Vorstellung und Fragen zur Diskushaltung
« Antwort #11 am: 31-10-2019, 18:01:41 »
Hallo Jürgen,

Zitat
Unsere Diskus können sehr wohl gut mit Parasiten leben, wenn die Bedingungen im Aquarium "diskusgerecht" sind.
Erst wenn die Wasser-und Futterqualität sich verschlechtert, der Stress wegen Überbesatz zunimmt, dann vermehren sich diese Parasiten in den Tieren explosionsartig und schwächen die Tiere, da selbige sich jetzt auf die Überwindung der Stressfaktoren konzentrieren müssen.
Dann wäre es also unproblematisch auch Salmler einzusetzen, wenn man wöchentlich und nur im Notfall nach zwei oder drei Wochen einen WW vornimmt?


Zitat
Nun ergründe, wie diese sich vermehren und du hast die Antwort auf deine Frage.
Du meinst also die schlechten Haltungsbedingungen: Zu viel Futter, schlechtes Futter, Überbesatz, seltene WW?


Zitat
Nein, ich hatte keine Probleme, aber persönlich bin ich zu den Entschluss gelangt, dass eine geringere Zahl an Tieren selbigen und ihren Wohlbefinden dient.
Okay, Überbesatz ist eigentlich auch per se ein Stressfaktor, was ich als vollkommen logisch empfinde. Man liest halt nur oft, dass rangobere Tiere ihr Dominanzverhalten verteilen. Ich werde mich dennoch für nicht mehr als 8 Diskus entscheiden, was ja auch noch der Wasserqualiät zu gute kommt.

Zitat
Wegen der weicheren Wasserwerte vermute ich übrigens, dass die Schnecken, die man so einscheppt, ihren prositiven Beitrag geleistet haben. Für ihre Häuser entziehen sie dem Wasser ja Kalk und wenn man die Schnecken und leere Schneckenhäuser entfernt, erfolgt ja auch eine Enthärtung.

Zitat
Zitat
wenn man die Schnecken und leere Schneckenhäuser entfernt, erfolgt ja auch eine Enthärtung

Dies verstehe ich nicht, könntest du mir es bitte einmal erklären.
[/quote]
Damit meinte ich, dass Kalk entzogen wird, bevor er sich wieder löst. Die Schneckenhäuser werden ja schnell brüchig. Ich hatte viele Blasenschencken und Posthornschnecken.

Viele Grüße
Ben
 

 

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