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Thema: Glasperlenfilter  (Gelesen 3927 mal)

Offline curiperaroland

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #15 am: 12-03-2018, 18:56:53 »
Hallo Kai,

kann ja sein das du bei der Diskushaltung noch sehr unerfahren bist. Dein Bericht zeigt jedoch dass du dich mit der Wasseraufbereitung und insbesondere mit dem GKF beschäftigt hast. Deine Schlussfolgerungen sind vollkommen richtig und in Testreihen bestätigt.
Ich bin schon gespannt von deinen eigenen Erfahrungen zu lesen.

Gruß
Roland
 

Offline Ditmar

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #16 am: 12-03-2018, 19:01:09 »
Hallo Kai , Oliver

@Oliver
Super das sich echte GPF erfahrene Anwender ihre Erfahrungen offenlegen wollen.

@Kai
Jeder Biofilter ( Biofilm ) auf dem sich Bakterien ansiedeln können zur Keimreduzierung beitragen.
Also auch jede Glasscheibe oder tote Gegenstand in einem Aquarium.

Meine Meinung hierzu ist je größer die verfügbare Oberfläche desto größer die Ansiedlungsmöglichkeit und damit der Nutzungsgrad.

Jeder der vom GPF überzeugt ist soll es testen und seine Erfahrungen machen.
Dagegen ist absolut nichts einzuwenden.

Ich bin da etwas anders gestrickt was Fakten angeht wie die meisten hier wissen.

Mein Becken ist ebenfalls Keimarm wie ich hier schon belegt habe.
Und dies ohne UV-C.
Bei mir fällt der NO3 Wert zwischen den Wasserwechsel ohne Nitratfilter.

Wasserwechsel nur nach Messwerten mit 33% - 36% Wechselwasser alle 10 - max 14 Tage.

Gruß Ditmar
Becken 200x80/70x60, Back to Nature Amazonas,
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Offline curiperaroland

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #17 am: 12-03-2018, 19:58:51 »
Hi Ditmar,

kannst du festmachen warum dein NO3 Wert zwischen den Wasserwechseln sinkt? Zum Keimwert wär noch Interessant zu wissen warum er ohne Hilfsmittel so niedrig ist.
Wenn ich in bei meinem Becken ( 10 adulte Diskus und 20 Sterbais auf 1000 Ltr. Wasser) den UV-C Klärer abschalte hält sich der Keimgehalt zwar in Grenzen, mit zugeschalteter Technik ist er jedoch messbar um die Hälfte geringer. Da ich meinen Keimgehalt nicht im ertragbaren Rahmen halten will, sondern möglichst keimarmes Wasser möchte, läuft der  UV-C permanent.
Ebenfalls ist es bei mir so das der Nitratfilter entkeimt und Organik bindet(messbar). Seine eigentliche Aufgabe muß er bei mir nicht verrichten, da ich kaum Nitrat im Wasser habe. Ich regeneriere den Nitratfilter alle 4 Wochen, bei der Regeneration kommen ca. 10 Liter  schwarze, nach Urin stinkende, Brühe zum Vorschein. Der Nitratfilter ist hinter einem 200 Ltr. Biofilter geschaltet, das besagt doch dass auch ein gut laufender Biofilter die Organik nicht aus dem Wasser filtert.

Gruß

Roland
 

Offline Ditmar

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #18 am: 12-03-2018, 21:06:43 »
Hallo Roland

Zitat von: Roland
kannst du festmachen warum dein NO3 Wert zwischen den Wasserwechseln sinkt
Nein , ich kann nur sagen wie ich Filtere alles andere sind nur Messwerte.
Mittlerweile mehr als 10.000 Daten.

Als bekennder Analytiker gibt es für mich keine Glaubensache sondern nur Zahlen.

Jeder kennt den Spruch "Jedes Wasser ist anders"
Dem muss ich zustimmen.
Daraus resultiert:
Es gibt keine pauschale Antwort "wie erreiche ich meine Zielwerte"
Das wird schon mit dem Ausgangswasser stark beeinflusst.
Aber auch im Becken laufen sehr unterschiedliche Prozesse ab.

So gesehen geht alles über Erfahrungswerte.
Ebenso das analysieren von Messwerten und deren Wechselwirkungen.
Hat man genug Daten kann man schon sehr zutreffende Rückschlüsse ziehen.

Ich habe selbst definierte Ziele die ich auch permanent Überwache und alle 60 Minuten wegschreibe.
Nur über diese Werte bestimme ich Wasserwechselintervalle und Wechselwassermenge.
Auch dafür habe ich Jahre gebraucht bis ich das Gespür aufgebaut habe welche Daten für MEIN Wasser relevant ist.
Niemals würde ich das als allgemein gültig verkaufen.

Jedes Biotop wenn es auch noch so klein ist entwickelt sich völlig selbstständig und ist daher nicht vorhersehbar.

Deshalb muss mein System als Kopie nicht die selben Ergebnisse ergeben.
Gruß Ditmar
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Offline Ditmar

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #19 am: 15-03-2018, 14:48:51 »
Hallo zusammen

Mir stellt sich folgende Frage:
Ist ein GPF oder GKF ein Biofilter im herkömmlichen Sinne.

Wenn ja ist die Frage berechtigt warum man nicht bekanntes/bewärtes Filtermaterial durch die GlasPerlen ersetzen sollte.

Sind GlasPerlenFilter nur für eine Nachschaltung hinter einen Biofilter gedacht wäre damit ja begründet das sie nicht so effizient wie bewärtes Biofiltermaterial sind.

Bliebe also die Frage wo ordne ich diese Filterart ein.

Ihn als reinen Keimreduzierungsfilter zu bezeichnen wäre falsch denn das kann jeder Biofilter.
Gruß Ditmar
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Offline lele180202

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #20 am: 15-03-2018, 17:25:13 »
Hallo Ditmar
Ich glaub einer der Unterschiede liegt auch in der Handhabung. "Normale " Biofilter macht man doch so wenig wie möglich sauber ? Ich glaub deinen musstest du doch auch noch nie reinigen oder ?
Auch einen Behälter mit Siporax spült man doch so gut wie nie aus. Den GKF wiederum muss man wohl regelmäßig gut spülen. Da soll wohl auch immer eine Menge rauskommen, obwohl er,wie du vermutest,hinter den Biofilter geschaltet wird.
Was ich so gelesen habe,ist einer der Gründe der Keimreduzierung, das Keime wesentlich kleiner als Bakterien sind und dadurch eher weniger in den Matten usw hängen bleibt, während wohl durch die hohe Oberflächenspannung der Kugeln,sich die Keime dort anhaften.
MfG Oliver ​
 

Offline Ditmar

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #21 am: 15-03-2018, 18:53:14 »
Hallo Oliver

Danke für deine Einschätzung. :good:

 :hmm: Das mit der Oberflächenspannung war mir neu als Argument.

Könnte ich in meinem Filter in der Klarkammer testen.
Der ist normal mit Zeolith gefüllt.

Bedeutet ich brauche 1 Liter Glasperlen. :hmm:
Neuen Keimtestset und dann mal schauen ob ich meinen ansich schon tiefen Keimdruck noch senken kann.

Du siehst ich bin schon bereit solche Test durchzuführen wenn sie mein Eqosystem nicht negativ beeinflussen.
Gruß Ditmar
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Offline Ditmar

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #22 am: 15-03-2018, 19:15:28 »
Hallo Oliver

Nun bin ich etwas verwirrt wenn ich dies lese und mit den Argumentationen der Glasperlen Fans vergleiche.
[ Gäste dürfen Dateianhänge nicht ansehen ]
Lese den Abschnitt mit dem UNERWÜNSCHTEN Biofilm und dessen Nebenwirkung ( Desinfektionseinsatz )

Ja was den nun. :unbelivable:
Die Glasperlenbeführworter wollen doch den Biofilm wegen der Biofilterung und der dadurch erhofften Keimreduzierung.
Gruß Ditmar
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Offline Norbert Koch

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #23 am: 15-03-2018, 19:24:34 »
Hallo Ditmar,

ich ordne die Glasperlenfilter in die selbe Kategorie wie Milchsäurebakterien (ja, auch ich fiel darauf rein :pfeifend:), die Kiemenwurmbehandlung von Manaus, und einige Dinge mehr ein: Man kann daran glauben, muss es aber nicht.

Im Endeffekt ist es ein „besserer“ Sandfilter - nicht mehr, nicht weniger. Es wird zusätzliche Filterkapazität geschaffen, die - wie bei Deiner Filterung - die Nährstoffe förmlich verbrennt und dadurch den Mikroorganismen wie z.B. Algen, Bakterien und Einzellern den Nährboden entzieht.

Genauso - wenn nicht gar effektiver - könnte man den Rollermat als Entkeimer titulieren. :zwinker:
Freundliche Grüße aus Bagband

Norbert (Freunde nennen mich Nobby)
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Offline Jörg Gottwald

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #24 am: 15-03-2018, 19:30:17 »
Hallo Nobby
das Problem ist ,viele Dinge kann man nur sehr grob messen wie die Keimdichte. Diese Keimdichte mal hoch und mal niedrig kann auch ganz andere Ursachen haben. Doch wie gesagt ,wer dran glaubt der soll es, aber vorher das Wasser schön umrühren und richtig rum .
mfg
jörg
 

Offline Ditmar

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #25 am: 15-03-2018, 19:30:54 »
Hallo Nobby

Ja mit den Milchsäurebakterien bin ich auch durch.
Es hat nichts verschlechtert aber auch nichts verbessert , also warum dann den Mehraufwand betreiben.
Wenn man mit einfachsten Mitteln seine Zielwerte erreicht warum dann unnötige Risiken eingehen.
Gruß Ditmar
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Offline curiperaroland

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #26 am: 16-03-2018, 18:53:40 »
Hallo Ditmar,

das Infoblatt würde ich nicht ernst nehmen. Zum ersten ist ein Biofilm nicht gleich Biofouling, das sollte ja jedem Aquarianer klar sein. Zum zweiten hat Glas sicher eine glatte Oberfläche, das hier beschriebene Bruchglas, durch seine vielen Bruchkanten aber sicher nicht.
Für deinen Versuch solltest du darauf achten Glaskugeln zu erwerben.

Wie Norbert schon schreibt hat der Glaskugelfilter den gleichen Sinn wie ein Sandfilter, nur ist der Durchfluss durch die runde Form der Kugeln länger gewährleistet. Der biologische Effekt ist natürlich gegeben , in erster Linie aber soll er entkeimen, wie das auch der Sandfilter seinerzeit getan hat.

gruß
Roland
 

Offline Jörg Gottwald

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #27 am: 16-03-2018, 19:16:29 »
Hallo Roland
richtig lesen:
Genauso - wenn nicht gar effektiver - könnte man den Rollermat als Entkeimer titulieren. :zwinker:
mfg
jörg
 

Offline Ditmar

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #28 am: 16-03-2018, 19:17:18 »
Hallo Roland

Das Biofouling nicht gleich Biofilm war mir schon klar.

Glatt ist allerdings auch Bruchglas wenn es auch viele Kanten hat.
Ich habe ja erwähnt das der Vergleich immer nur gegen Sand geführt wird.
Gegen bewährtes Biofiltermaterial wie Siporax oder Zeolith fehlt jeder Vergleich.

Das sich ein Biofilm auch auf Glasbruch oder Glasperlen habe auch ich nicht in abrede gestellt lediglich wegen der wesentlich geringen Oberfläche gegenüber dem bewerten Biofiltermaterial deren effizients angezweifelt.

Wie erwähnt ich suche einen Liter Glasperlen in der Körnung 0.7 - 1.0 mm.
Sehe allerdings nicht ein 20Kg dafür kaufen zu müssen.
Gruß Ditmar
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Offline curiperaroland

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Re: Glasperlenfilter
« Antwort #29 am: 16-03-2018, 19:51:35 »
Hallo Jörg,

natürlich ist alles irgendwie Entkeimer was Dreck aus dem Wasser holt.


Hallo Ditmar,

du beziehst dich immer auf die Biologie. Wenn ich das richtig verstanden habe entkeimt der Glaskugelfilter mechanisch.

Gruß

Roland