Hallo zusammen,
ich beziehe mich in diesem Thread zwar auf mein Juwel Vision 450, aber die Thematik ist eigentlich immer die selbe und kann daher auf alle Aquarien übertragen werden.
Der LED-Markt boomt. Dutzende Anbieter spezieller Aquaristik-LEDs buhlen um Käufer. Jeder will mehr können und letzten Endes sind es doch „nur“ Leuchtbalken.
Vollmundige Werbeversprechen halten dem Alltag oft nicht stand. Wer Werte wie 50.000 Betriebsstunden liest, kann getrost davon ausgehen, das hier übertrieben wurde. Sicherlich halten LEDs länger als konventionelle Leuchtmittel, aber - gerade im technisch anspruchsvollen feuchtwarmen Umfeld - diese Werte sind Idealwerte unter Laborbedingungen.
Und auch die Aussage man würde sparen hält einer genaueren Kostenkalkulation selten stand. Bei vergleichbarer Lichtstärke spart man zwar rund 30% Strom, aber diese Einsparung erkauft man sich mit bis zu 700% höheren Preisen als für Neonleuchtbalken teuer.
Geht man von einer realistischen Lebensdauer von etwa 5 bis 8 Jahren aus, fallen die LEDs just in dem Zeitraum aus, in dem die Einsparung greifen würde...
Warum also LED?
Nun: Zum Einen ist es ein tolles Licht mit vielen Möglichkeiten (dimmen, Farbsteuerung gür Sonnensuf- und untergangsstimmung, Wettersimulation) und zum Anderen ist es umweltfreundlicher, weil einerseits weniger Energie verbraucht wird und andererseits Schadstoffe wie z.B. bei Neonröhren (die man zudem regelmäßig tauschen sollte) nicht bzw. in deutlich geringerem Umfang (bei der Fertigung) entstehen.
Welche Möglichkeiten gibt es?
Die wohl einfachste Variante ist es, in die Fassungen des vorhandenen Leuchtbalkens mittels Adapter LED-Leuchtbalken in T5 oder T8-Bauform einzusetzen. Diese sind relativ günstig erhältlich, erfordern aber meist eine separate Stromzuführung und sind weder sonderlich leuchtstark noch sehr flexibel bezüglich der Lichtfarbe. Und häufig auch nicht dimmbar.
Es gibt auch ambitionierte Selbstbauprojekte, aber hier muss man schon sehr versiert sein und man sollte viel Zeit für Recherche, Beschaffung und Zusammenbau einkalkulieren. Unterm Strich ist das eher Liebhaberei, denn mit hochwertigen Komponenten landet man bei ca. 2/3 der Kosten von fertigen Lösungen.
Und dann gibt es eben fertige Lösungen, die in unterschiedlicher Leistung, Qualität und Ausstattung zur Wahl stehen.
Während es für Markenaquarien wie Eheim und Juwel früher nur die einfache Variante oder dann gleich teure Sonderlösungen gab, gibt es heute sowohl von den Aquarienherstellern als auch im Zubehörhandel gute Lösungen.
Besitzer von „normalen“ Aquarien mit Standardabdeckungen oder Querstreben haben hier eine noch größere Auswahl.
Es ist also inzwischen keine Frage mehr, wie die Umrüstung überhaupt umgesetzt werden kann, sondern welche Ansprüche man an die Beleuchtung hat.
Den Lichtbedarf selbst kann man mit dem
Beleuchtungs-Kalkulator ermitteln.
Dann stellt sich die Frage nach der Lichtfarbe und evtl. Farbeffekten.
Und zu guter letzt ob man dimmen möchte oder nicht.
Je mehr Bedingungen erfüllt werden sollen, je höher der Preis. Oder doch nicht?

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